Sequel von „Forrest Gump“ wurde wegen des 11. Septembers gestoppt

Nach dem großen Erfolg von „Forrest Gump“ (Einnahmen von über 678 Millionen US-Dollar und sechs gewonnene Oscars, Anm.), wurde die Story des Films von 1994 nie weiterverfolgt. Dabei wurde eine Fortsetzung 2001 von Autor Eric Roth fertiggestellt – aber der 11. September hinderte die Macher daran, das Projekt zu veröffentlichen.

Roth erklärte, dass eine Fortsetzung beinahe Realität geworden wäre, nachdem er am 10. September 2001 einen vollständigen Entwurf des Drehbuchs bei Regisseur Robert Zemeckis eingereicht hatte. Die tragischen Ereignisse des folgenden Tages bedeuteten jedoch, dass das Projekt nie finalisiert wurde. Sowohl Tom Hanks als auch die Produzenten des Films glaubten, dass nach 9/11 eine Fortsetzung für das Publikum nicht wichtig oder relevant genug sein würde.

Roth verriet Yahoo die Handlung – und vielleicht ist es aus den richtigen Gründen bei dem Drehbuch geblieben: Neben Forrest Junior, der mit Aids lebt, sah der Film auch eine Begegnung mit OJ Simpson vor.

Kooperation

„Ich hatte ihn hinten in OJs Bronco, und er würde gelegentlich aufblicken, und sie sahen ihn nicht im Rückspiegel“, erklärte Roth. „Ich hatte ihn auch als Ballsaal-Tänzer, der bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung schließlich mit Prinzessin Diana tanzen würde.“

In einem anderen Handlungsstrang hätte sich Forrest mit einer amerikanischen Ureinwohnerin angefreundet, die 1995 bei einem terroristischen Bombenanschlag in Oklahoma City getötet wurde. „Als es dann zu 9/11 kam, fühlte sich alles bedeutungslos an“, sagte Roth.

Als Reaktion auf Roths Kommentare in den sozialen Medien argumentierten Fans, dass die Entscheidung, die Fortsetzung abzubrechen, wahrscheinlich das Beste ist: „Die ungemachte Fortsetzung von Forrest Gump ist der Stoff für Albträume“, schrieb ein Twitter-Nutzer.


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