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Upcoming: Blues Pills

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So war das Reeperbahn Festival 2013 mit Kate Nash, Dagobert und OK Kid

In der Prinzenbar beschließt eine Landsmännin von Ghostpoet den Abend: Clöe Howl. Sehr gut vorgetragener Electro-Pop, der nicht nur Howles roten Bubikopfs wegen an La Roux erinnert, hört man in der vollgestopften Bar. So abgeklärt und verrucht wie La Roux ist die 17-jährige Howl allerdings noch nicht – hilflos gickert sie sich durch Ansagen und technische Probleme, das Set (ist ja auch das Wichtigste) spielt sie dann aber doch routiniert durch.   

Freitag: Zorro, Königin und ein kommunistischer Piratenchor

Der Freitag beginnt ebenfalls überschaubar, um kurz vor acht sind noch keine Menschentrauben vor den Docks, und auch der Aufzug des Hochbunkers hatte schon wesentlich mehr Ähnlichkeit mit einer Sardinendose. Auch heute kommt die beste Vorstellung des Tages direkt zu Beginn: Oben im Terrace Hill steht Thees Ulmann schon bereit, kurz vor dem Auftritt der neu gesignten Van-Cleef-Band „East Cameron Folkcore“ ist der Raum gerammelt voll. Uhlmann erzählt, wie sein Manager ihn nächtelang mit teuren SMS aus Amerika bombardierte, schließlich anrief und dem verschlafenen Uhlmann in etwa „Megageil, die Kommunisten, die kaufen wir jetzt!“ ins Schlafzimmer schrie. Die teuren Textnachrichten haben sich gelohnt, denn kaum ist Uhlmann von der Bühne, übernehmen elf amerikanische Balkanpiraten das Publikum. Ein tosender Seemanns-Chor, durchdrungen von der rauchigen Stimme des Sängers, wuchtigen Harmoniegesängen, Trompeten, Mundharmonika, Getrommel und Geschrammel, nimmt die Anwesenden in Beschlag – auch Marcus Wiedebusch,  der Sänger von Kettcar, wippt beseelt mit. Die Bühne des Terrace Hill kann die elf Musiker kaum fassen… „Lets fight for a world with reason“ scheppert durch ein Megaphon, Balkan mischt sich mit Folk, Hardcore und Americana, Fleet Foxes treffen auf The Clash – in ein paar Tagen wird das Orchester im Molotow auftreten, politisch korrekt für umme.

Im Anschluss muss man zunächst die endlose Schlange vor dem Mojo-Club  überwinden und mit jeder Stufe, die man auf der Treppe nach unten steigt, weicht die Freude einem melancholischen Gefühl, wofür nicht nur der Beton hier unten sondern vor allem die elegische Kopfstimme von James Vincent McMorrow verantwortlich ist. Ein bisschen lauter als Bon Iver bellt der Ire ins Mikro, die Ähnlichkeit zu dem Amerikaner ist frappierend, dem Publikum gefällt’s.  



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