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„Star Wars“-Darsteller John Boyega hält starke Rede bei „Black Lives Matter“-Demo

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In der „Star Wars“-Saga schließt sich John Boyega als Finn der Widerstandsbewegung an, um gegen die Erste Ordnung zu kämpfen – und auch im echten Leben setzt sich der Schauspieler gegen Unterdrückung ein. Am Mittwoch, den 3. Juni 2020, wandte sich Boyega bei einem „Black Lives Matter“-Protest in London an tausende Menschen, die sich im Hyde Park zur Demonstration versammelt hatten, und hielt eine leidenschaftliche wie auch emotionale Rede gegen strukturellen Rassismus.

Die Demonstration im Hyde Park war Teil eines weltweiten Protests als Reaktion auf den Tod des 46-jährigen George Floyd durch Polizeigewalt. Mit einem Megafon in der Hand sprach John Boyega mit teilweise gebrochener Stimme in die Menge: „Schwarze Leben haben immer eine Rolle gespielt. Wir sind immer wichtig gewesen. Wir haben immer etwas bedeutet.“ Daraufhin hob er die Stimme und rief: „Und jetzt ist die Zeit gekommen. Ich warte nicht! Ich warte nicht!“

„Jeder schwarze Mensch hier kennt den Moment, in dem ein anderer ihn zum ersten Mal daran erinnert hat, dass er schwarz ist“, sagte der 28-jährige Schauspieler und schien den Tränen nahe. „Ich will, dass ihr versteht, wie schmerzhaft es ist, jeden Tag daran erinnert zu werden, dass deine Rasse nichts zählt.“ Er schloss mit den Worten: „Es ist sehr, sehr wichtig, dass wir die Kontrolle über diesen Moment behalten, und so friedlich und organisiert wie möglich bleiben.“

Außerdem erklärte der Mime: „Ich weiß nicht, ob ich hiernach noch eine Karriere haben werde, aber scheiß drauf!“ Doch Hollywood zeigte bereits seine Unterstützung für Boyega. Lucasfilm nannte den Schauspieler einen Helden. Nach seiner Rede machten sich die Demonstrant*innen auf den Weg zur Downing Street 10, um vor der Residenz von Premierminister Boris Johnson weiter zu protestieren.

Boyega ist einer von vielen Prominenten, die in diesen Zeiten der Aufruhr und Proteste ihre Stimme nutzen, um sich gegen strukturellen Rassismus und Polizeigewalt auszusprechen. Auch Popstar Taylor Swift warf dem US-Präsidenten vor, „das Feuer der weißen Vorherrschaft und Rassismus geschürt“ zu haben. Der Rapper Lil Wayne wiederum äußerte sich öffentlich mit den Worten: „Wenn wir jemandem die Schuld geben wollen, dann uns selbst.“ Beyoncé Knowles-Carter richtete eine emotionale Videobotschaft an ihre Fans, ihr Ehemann Jay-Z ging sogar so weit, den Gouverneur von Minnesota anzurufen, um einen gerechten Strafprozess in dem Fall George Floyd zu verlangen.



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