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Beyoncé und Rihanna äußern sich auf Social Media zum Mord an George Floyd

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Aus Solidarität und als Zeichen des Protests legen heute große Teile der Musikindustrie die Arbeit nieder. Die drei Major-Labels Warner, Sony und Universal haben sich einem Aufruf in den USA angeschlossen, dass es an diesem Dienstag kein „business as usual“ geben soll – stattdessen einen „Blackout Tuesday“. Die Musikmarken Rolling Stone, Musikexpress und Metal Hammer schließen sich den Aufruf zum „Black Tuesday“ an und veröffentlichen heute ausschließlich Nachrichten und Berichte zum Thema Rassismus und zu den Protesten dagegen.

Hintergrund der Solidaritäts-Aktion ist die anhaltende Polizeigewalt gegen Afroamerikaner*innen und die Tötung von George Floyd durch Polizeibeamte in der vergangenen Woche. Minutenlang hatte ein Polizist sein Knie auf den Hals des 46-jährigen Afroamerikaners gedrückt und trotz dessen verzweifelten Hilferufen („I can’t breathe“) nicht von ihm abgelassen. Floyd starb kurz darauf. Der Tod von George Floyd hat eine immer größer werdende Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA ausgelöst. Und eine gesellschaftliche Diskussion über ihre Ursachen.

Die beiden Weltstars Beyoncé und Rihanna haben den Mord an George Floyd zum Anlass genommen, um sich mit ausführlichen Statements via Social Media an ihre Fans zu richten und ihre Wut und Trauer zu dem tragischen Todesfall öffentlich zu machen. „Wir brauchen Gerechtigkeit für George Floyd“, so Beyoncé in einer persönlichen Videobotschaft, die sie am Freitagabend, den 29. Mai 2020, auf Instagram veröffentlichte.

Die Sängerin sagt außerdem mit gefasster Stimme: „Wir alle waren Zeugen seiner Ermordung am helllichten Tag. Wir sind gebrochen und wir sind angewidert. Wir können diesen Schmerz nicht normalisieren.“ Beyoncé fügt hinzu: „Ich spreche nicht nur zu Dunkelhäutigen. Wenn ihr weiß, schwarz, braun oder irgendetwas dazwischen sind – ich bin mir sicher, dass ihr euch hoffnungslos fühlt angesichts des Rassismus, der derzeit in Amerika vor sich geht. Keine sinnlosen Tötungen von Menschen mehr. Keine Vorstellung mehr, dass dunkelhäutige Menschen weniger Mensch sind. Wir können nicht mehr wegschauen.“ Zum Ende ihrer Botschaft fordert die Musikerin ihre Fans dazu auf, eine Reihe von Petitionen zu unterschreiben, damit Derek Chauvin und die anderen Polizeibeamten, die für Floyds Tod verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen werden.

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Auch die Popsängerin Rihanna hat einen umfassenden Text auf Instagram verfasst, in dem sie Chauvin als „Rassisten, Mörder, Schläger, Schwein, Penner“ bezeichnet. Die Musikerin schreibt in ihrem Post: „In den vergangenen Tagen war das Ausmaß an Verwüstung, Wut und Trauer, die ich gefühlt habe, gelinde gesagt überwältigend! Zuzusehen, wie mein Volk Tag für Tag ermordet und gelyncht wird, hat mich im Herzen schwer getroffen! Der Blick der Verlockung, die reine Freude und der Höhepunkt auf dem Gesicht dieses Rassisten, Mörders, Schlägers, Schweins, Penners, Derek Chauvin, verfolgt mich!!“ Sie beendet ihren höchst emotionalen Text mit der Frage: „Wenn vorsätzlicher MORD die passende Konsequenz für ‚Drogen‘ oder ‚Widerstand gegen die Verhaftung‘ ist…“, so die Sängerin, „was ist dann die passende Konsequenz für MORD?“

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