The Magnetic Fields – 69 Love Songs

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Endlich einmal kein Konzeptalbum über den üblichen Fantasy-Quatsch, sondern mit einem echten, streng durchgehaltenen und überaus ehrgeizigen, um nicht zu sagen: größenwahnsinnigen Konzept: 69 Lieder auf drei Tonträgern über die Höhen und Tiefen der Liebe, über das Liebeslied als solches, geschrieben von und gesehen durch die schmutzig getönte Brille des Stephin Merritt. Was bei dieser kaum mehr überschaubaren Menge an Songs am meisten überraschte, war die verschwindend geringe Quote an Ausfällen – und die schlauen Bezüge auf so unterschiedliche Einflüsse wie OMD, Fleetwood Mac und Leonard Cohen. Dennoch kann es, je nach Stimmung, auch in eine Strapaze ausarten, diese roh und spröde produzierte Songsammlung in einem Rutsch durchzuhören. Aber das ist die Liebe ja manchmal auch: strapaziös. Und der Sex? Nun, eigentlich hatte Merritt 100 Songs schreiben wollen. 69 erschien ihm dann aber nicht nur machbarer, sondern auch … äh, irgendwie passender. Mit der gottgleichen Verehrung, die Merritt daher unter anderem von den Strokes entgegengebracht wird, hat es also seine Richtigkeit.

ME 10/2000:

“ … ein Lied-Zyklus über die Wirren und Wunder der Liebe, (…) angesiedelt zwischen Broadway-Glamour, Country-Gesckrammel und fast jedem nur vorstellbaren Eklektizismus im weiten Feld von Gothic Bubblegum und krudem Rock’n’Roll.“

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