The Most Serene Republic

Komplex, kanadisch und irgendwie College.

Die Musik: „Es gibt zwei Gesellschaften: In der einen wird Musik gemacht, um Musikzu verkaufen, in der anderen wird Musik als Kunstform betrachtet. Im Moment sieht es so aus, als ob die beiden sich paaren. Mal schauen, wie die Kinder werden.“ Erraten, Ryan Lenssen, Keyboarder und Gehirn von The Most Serene Republic, spricht da über die eigene musikalische Krabbelstube zwischen Kunst und Brötchenverdienen. In ihrem Bauchladen haben diese Kanadier einen Haufen komplexer Popsongs, die sich über Chöre und Keyboards zu kurzen Höhepunkten hangeln und leise und langsam ausklingen. Nachher weiß man kaum, ob’s nicht vielleicht doch Jazz oder feedbackschwangerer Art-Rock war. Im Inneren dieser Lieder hat es jedenfalls ordentlich gewirbelt.

Die Künstler: Auf den Bandfotos gruppieren sich die fünf Jungs um ihre Kollegin Emma – grinsend, wie ein Haufen High-School-Jungs, die gerade ihr erstes sexuelles Abenteuer überstanden haben. So lustig sind sie nur auf Bildern, sagen sie. Vielleicht lachen sie in die Kamera, weil sie ihr Glück noch nicht fassen können: Sie waren schließlich frustrierte College-Kids, als sie ihre Platte aufnahmen, und die wurde auch erstmal vergessen. Bis sie das Arts-&-Crafts-Label aus Toronto (Broken Social Scene, Stars) entdeckte, veröffentlichte und rasch in die Welt trug.

Most Serene Republic UNDERWATER CINEMATOGRAPHER (Arts&Crafts/City Slang)

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