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Die Coen-Brüder sind keine Fans der „Fargo“-Serie

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So scheiden sich die Geister: Joel und Ethan Coen, deren neuer Film „Hail Caesar!“ die Berlinale 2016 eröffnete, haben für „Fargo“ nicht viel übrig. Gemeint ist natürlich nicht ihr eigener Film aus dem Jahr 1996, sondern die gleichnamige und hochgelobte Serienadaption von Noah Hawley.

Die erste Staffel der Serie „Fargo“ ging 2014 auf Sendung, ein Jahr später folgte Staffel 2. Das Setting, die Geografie, das Klima und die psychische wie gesellschaftliche Schräglage aller Charaktere sind vom Kultfilm der Coen-Brüder inspiriert, die Geschichte ist in jeder Staffel eine andere. Während sich in der Filmvorlage Frances McDormand und Steve Buscemi als Polizisten krude Morde erklären müssen, ist es in der ersten Serienstaffel Martin Freeman, der 2006 als Lester Nygaard seinen Erzfeind im vom Billy Bob Thornton gespielten Lorne Malvo findet und selbst auf die krumme Bahn gerät. In der zweiten Staffel „Fargo“ werden Peggy und Ed Blumqvist (Kirsten Dunst und Jesse Plemons) 1979 bedingt freiwillig zu Mördern und zu Widerstandskämpfern gegen den ortsansässigen Gerhardt-Clan sowie gegen einen gewissen Mike Milligan aus Kansas City.

In einem Interview mit „Radio Times“ erklärte Joel Coen nun, dass er sein Bruder keine Fans der bei den Golden Globes ausgezeichneten Fernsehserie „Fargo“ seien: „Wir sind daran schlichtweg nicht interessiert. Wir haben kein Problem mit der Serie. Sie fühlt sich unserem Film bloß nicht sehr verbunden an.“ Dass ihre fehlende Begeisterung für Hawleys Umsetzung auch an dem Format liegen könnte, räumt Coen ebenfalls ein: „Wir arbeiten knapper. Unser längster Film dauert zwei Stunden und zwei Minuten. So gehen wir an Geschichten heran. Nach zwei Stunden mit einem Charakter haben wir meist das Gefühl, mit ihm durch zu sein.“

Dem Erfolg der TV-Serie „Fargo“ tut der fehlende Zuspruch ihrer geistigen Großväter natürlich keinen Abbruch: Die dritte Staffel soll 2017 beginnen.

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