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Lana del Rey Born To Die – The Paradise Edition

Vertigo Berlin/Universal

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Nach einem knappen Jahr also das Update: Lana Del Rey veröffentlicht zum Weihnachtsgeschäft ihr Erfolgsalbum Born To Die ein zweites Mal. Mit acht neuen Songs und neuem Artwork. Natürlich verwaltet das neue Material eher das Bestehende, als Neuanfänge zu suchen. Sogar das ambitionierteste der Stücke, „Ride“, fragt routiniert herkömmlichen Del-Rey-Stoff ab.

Die Reise als Symbol fürs Nie-bei-sich-Ankommen, als sexuell konnotierte Rastlosigkeit. Die klare Trennlinie zwischen Weibchen (schwach, aber sexy) und Männchen (verwegen und stark, gerne tätowiert). Kann man schon machen und ist in sich schlüssig, was auch an Rick Rubin liegen dürfte, der die Dramaturgie des Popsongs eben besser beherrscht als Justin Parker oder Emile Haynie, die das Debüt produzierten und auch hier wieder an einigen Songs beteiligt sind.

Das erklärt womöglich die Überraschungsarmut der anderen Songs, die durch einige Stolperstellen unterbrochen werden, die mal wie gezielte Provokation wirken („My pussy tastes like Pepsi Cola“, „ Cola“), mal wie etwas liebloses Outtake-Material aus Born to Die. Hinreichend klagend dagegen ist die Coverversion von „Blue Velvet“, die la Rey für einen großen Textildiscounter einspielte. So bleibt man am Ende unsicher. Hat Lana Del Reys Platte schon nach so kurzer Zeit einen Sprung? Oder darf man das hier als Pflichtabgabe fürs Weihnachtsgeschäft verstehen? Wir sind gespannt, was noch kommt.

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