Wankelmut :: Wankelmoods Vol. 1

Get Physical/Rough Trade

Ein DJ-Mix, dessen Fokus bei den musikalischen Wurzeln des 24-jährigen DJs und Produzenten aus Berlin liegt.

Bei keinem anderen DJ in den vergangenen zwölf Monaten verlief die Transformation vom Underground in den Overground bzw. Pop-Mainstream so schnell wie bei Jacob Dilßner alias Wankelmut aus Berlin. Er hat mit seinem Remix des Tracks „One Day/Reckoning Song“ von Asaf Avidan & The Mojos einen der langlebigsten Überraschungshits des Jahres abgeliefert. Auf seinem neuen Mix-Album Wankelmoods Vol. 1 hat sich Dilßner von dem überragenden Erfolg allerdings nicht sonderlich beeindrucken lassen und liefert einen angenehm ausbalancierten Clubmix ab, der um die großen Namen der Dancefloor-Szene einen weiten Bogen macht. Stattdessen stellt Wankelmut lieber viele neue Talente und oft sträflich übersehene Produzenten vor. Los geht’s bei seiner musikalischen Reise mit dem Titel „El Zahir“ von Raz Ohara im Mix von Acid Pauli. Ausgehend von dieser schön entspannt dahingleitenden Nummer baut Wankelmut nach und nach einen sehr homogenen, 80 Minuten langen Mix auf, der aber trotzdem mit vielen überraschenden Höhepunkten aufwartet. Dazu zählen neben dem hypnotischen Club-Renner „We Don’t Give Up The Boyz“ von Hufschlag & Braun vor allem das mit einem mächtigen Bass-Groove ausgestattete „Ocean Drive“ von Rodriguez Jr. sowie das in die Deep-House-Regionen vorstoßende „Information Ghetto“ von Forest Vision und natürlich Adam Ports Dancefloor-Rocker „Black Noise“. Auch wenn dieses Album, wie natürlich jede andere DJ-Mix-CD-Compilation auch, als Momentaufnahme zu verstehen ist, so wird doch ziemlich schnell klar, warum Wankelmut mit seinem Remix von „One Day/Reckoning Song“ so einen Erfolg hatte: Er hat damit genau den Nerv einer neuen Generation von Clubgängern getroffen.

Key Tracks: „El Zahir“ [Acid Pauli’s Acid Dub] (Raz Ohara), „We Don’t Give Up The Boyz“ (Hufschlag & Braun), „Black Noise“ (Adam Port)

Xavas

Gespaltene Persönlichkeit