Blind Date mit Judith Holofernes: „Man muss sich für überhaupt nichts anziehen“

Im Videointerview spricht Judith Holofernes über Frauen im Pop, Durst nach weiblichem Deutschrap und darüber, wie ihre alte Band Wir Sind Helden auf Tour gerne mal nackt um Tankstellen herumflitzte.

Am Freitag hat Judith Holofernes ihr zweites Soloalbum ICH BIN DAS CHAOS veröffentlicht. „Ein großer Schritt nach vorne“, lobt ME-Autor André Boße und schwärmt besonders von zwei klassischen Balladen: „Judith Holofernes singt erst so tief wie nie, dann kiekst sie – und es klingt wie das letzte Stückchen Würde, das sich schließlich in genau den Satellitenschrott auflöst, der im Himmel die Idee des Lieben Gottes verdrängt“, schreibt er. Keine Frage: Judith Holofernes bleibt die selbstbewusste und bisweilen eben doch noch überraschende Künstlerin, die sie schon immer war.

Weil es aber langweilig wäre, Judith Holofernes allein über ihre eigenen, schließlich für sich sprechenden Songs auszufragen, haben wir der ehemaligen Sängerin von Wir Sind Helden im Kreuzberger Plattenladen POP Songs von anderen sogenannten starken Frauen im Pop vorgespielt. Mit dabei Künstlerinnen wie Kate Tempest, Jennifer Weist, Schwesta Ewa und Schnipo Schranke. Eines ihrer Fazits nach dem Song „Hengstin“: „Man muss sich für überhaupt nichts anziehen.“

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Interview: Fabian Peltsch

Kamera und Schnitt: Ines Punessen

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