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D’Angelo zog „BLACK MESSIAH“ wegen Ferguson vor


D’Angelo hat am Sonntag, den 14. Dezember 2014, überraschend sein neues Album veröffentlicht. BLACK MESSIAH ist seine erste neue Platte seit 14 Jahren, zuletzt erschien vom R’n’B- und Soulsänger 2000 das Album VOODOO. Warum sein Comeback nun so scheinbar plötzlich kam, weiß die „New York Times“: Eigentlich, so der Plan von D’Angelo und seinem Label RCA Records, sollte BLACK MESSIAH 2015 erscheinen. Dann aber passierten die Gewalttaten und Proteste in der us-amerikanischen Kleinstadt Ferguson, und D’Angelo tätigte einen folgenschweren Anruf.

In der Nacht, als eine Gerichtsjury entschied, den Polizisten Darren Wilson nicht für den mutmaßlichen Mord an Michael Brown anzuklagen, rief D’Angelo demnach seinen Co-Manager Kevin Liles an. „Kannst Du das glauben?“, soll er wiederholt gefragt haben. Liles sowie seinem Tourmanager Alan Leeds erklärte D’Angelo später, dass Musik sein einziger Weg wäre, sich öffentlich zu äußern. Und er, D’Angelo, wolle das nun tun: sich öffentlich äußern.

Das Album war zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht fertig. Was entsprechend folgte, waren etliche Überstunden für Produzenten, Mischer, Artwork-Designer, Marketing-Angestellte und alle weiteren Mitarbeiter, die an so einer Albumveröffentlichung beteiligt sind. „Wir haben es geschafft, Arbeit von sechs Monaten in zwei Wochen zu erledigen,“ sagt Jocelyn Cooper von der Kreativagentur Afropunk.

Weitere Details über diese Hauruck-Veröffentlichung erfahrt Ihr von der „New York Times“. D’Angelo selbst wollte der Zeitung dazu übrigens keine weitere Auskunft geben.


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