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Die DHL verkündet erfolgreiche Tests von Lieferdrohnen

Nachdem im ersten Quartal 2016 in einer bayrischen Bergregion testweise Lieferdrohnen eingesetzt wurden, verkündet die DHL nun, dass die Tests abgeschlossen seien.

Unter extremen Wetterbedingungen konnten Pakete mithilfe der mittlerweile dritten Generation des Paketkopters empfangen und versendet werden. Statt also mit dem Auto 30 Minuten durch den Schnee und die Berge zu fahren, schafft die Drohne laut DHL-Angaben eine solche Strecke in acht Minuten.

Das Testgebiet war das bayrische Reit im Winkl, wo spezielle Packstationen als Start- und Landeplätze gebaut wurden, um die vollautomatisierten Drohnen be- und entladen zu können. Für die Testphase richtete das Bundesverkehrsministerium ein spezielles Flugbeschränkungsgebiet ein. In der „Talstation“ wird der DHL-Paketkopter vollautomatisch mit dem vorher abgelieferten Paket beladen und fliegt von dort zur höher gelegenen Station, in der das Paket dann wie gewohnt im Fach zur Abholung liegt.

DHL Packstation mit SkyPort
DHL-Packstation mit SkyPort.

Ob DHL-Pakete demnächst auch in größeren Städten mit dem Paketkopter ausgeliefert werden können, hängt vor allem von den gesetzlichen Regelungen und der öffentlichen Meinung ab. Nicht nur der Gesetzgeber, sondern auch die jeweiligen Anwohner müssten sich erst mit dem Gedanken anfreunden, das die Lieferdrohnen Teil des Stadtbildes würden.

Was die DHL aber dennoch geschafft hat – und zwar als erster Paketdienstleister weltweit – ist die direkte Einbindung eines autonomen Paketkopters in den Prozess der Paketzustellung. Ein enormer technischer Fortschritt, unabhängig davon, ob er sich flächendeckend durchsetzen wird oder nicht.


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