Highlight: Serien wie „13 Reasons Why“: Diese Serien erzählen von Außenseitern und sozialem Druck

Die wichtigsten Netflix-Neuerscheinungen im Juni 2017

Neuer Monat, neues Programm bei Netflix – zumindest teilweise. Die Mediathek des Streaming-Anbieters ist dynamisch, regelmäßig fliegen Titel raus oder werden neu eingepflegt. Nachdem im Mai Brad Pitt zum Supersoldaten wurde und die neuen Staffeln von „Fargo“ und „Better Call Saul“ für Wohlwollen sorgten, stehen im Juni Blockbuster-Klassiker und Serien-Fortsetzungen an.

Die wichtigsten Neuerscheinungen auf Netflix im Juni 2017:

Filme:

„Okja“, ab dem 28. Juni: Auf den Filmfestspielen von Cannes wurde „Okja“ ausgebuht. Allerdings nicht, weil der Film mit Tilda Swinton, Jake Gyllenhaal und einem Riesenschwein schlecht wäre. Sondern weil Netflix auf dem Festival nicht willkommen war, da der Streaming-Dienst seine Filme nicht regulär in die Lichtspielhäuser bringt. Die Kunden soll es nicht stören. Denn während wir auf die anderen Cannes-Filme noch lange warten müssen, startet „Okja“, ein Fantasy-Abenteuer mit viel Konsumkritik, schon einen Monat nach der Weltpremiere.

„The Last Samurai“, ab dem 1. Juni: Man kann ja von Tom Cruise, der eigentlich immer nur Tom Cruise spielt, halten was man will. Man kann ja über Hans Zimmers wenig subtilen Soundtracks lachen (auf der Orgel eingeschlafen und so). Aber in „The Last Samurai“ passt einfach alles zusammen. Cruise spielt den versoffenen Ex-Soldaten, der in Japan noch einmal einen neuen Sinn im Leben findet und die Kultur der Samurai entdeckt – bis das Epos in einer Tragödie endet, aus der Hans Zimmer mit seiner Musik dann noch die Tränen herausquetscht.

„Indiana Jones“, ab dem 1. Juni: Es ist eine gute Nachricht, dass Netflix nun die ersten drei Filme der „Indiana Jones“-Reihe in der Mediathek hat. Raues, aufregendes Actionkino, wenn auch immer etwas Macho-mäßig. Die schlechte Nachricht: „Im Königreich des Kristallschädels“ ist auch dabei. Schaut Euch den einfach nicht an, Ihr würdet es bereuen.

Harrison Ford als Indy

„Der König der Löwen“, ab dem 1. Juni: Zum Glück haben Netflix und Disney in den USA so eine gigantische Kooperation vereinbart. Dort laufen zum Beispiel alle Marvel- und „Star Wars“-Filme zum Heimkino-Start bei dem Streaming-Dienst. Aber auch in Deutschland profitiert man von dem Deal. Erinnert Ihr Euch daran, dass „Der König der Löwen“ über 20 Jahre lang nicht im Free-TV zu sehen war? Jetzt liegt er auf Netflix. „Frozen“ und „Der Glöckner von Notre Dame“ übrigens auch.

Serien:

„Orange Is the New Black“, Staffel 5 ab dem 9. Juni: Die vielleicht beste Knast-Serie aller Zeiten kehrt mit neuen Folgen zurück. Staffel 4 endete mit einer Tragödie, nun wird die Stimmung in Litchfield noch düsterer als zuvor. In den ersten Ausschnitten zur neuen Staffel sah man bereits die Geiselnahme eines Wärters – es bleibt spannend.

„Glow“, erste Staffel ab dem 23. Juni: In den 80ern gab es eine US-Show, in der Frauen professionelles Wrestling mit lustigen Storys kombinierten, damals eine Neuheit. „Glow“ hieß die Sendung und mit der ersten Staffel der gleichnamigen Serie soll der alten Trash-Sendung nun Tribut gezollt werden. Dabei geht es in der Serie nur teilweise um den Sport, sondern auch um die Probleme der Stars aus dem Ring. Und die sind um einiges ernster als man bei der Thematik Wrestling erwarten würde. Die erste Staffel umfasst 10 Episoden, eine zweite wird sehr wahrscheinlich kommen.

„The Ranch“, Teil 3 ab dem 16. Juni: Ashton Kutcher und seine Comedy-Serie „The Ranch“ sind so schlecht, dass wir an dieser Stelle unsere alte Warnung wiederholen: Nicht anschauen, gern geschehen.

Dokumentationen

„Nobody Speak: Die Fallstricke der Pressefreiheit“, ab dem 23. Juni: Donald Trump und die Presse, bisher klappt da noch nicht viel. Freie Berichterstattung scheint in Gefahr, nicht nur in den USA. Diese Doku wirft einen Block auf die aktuellen Probleme und die Medienkrise.

„Searching for Sugar Man“, ab dem 1. Juni: Sixto Rodriguez hat in den 70ern mal ein paar Platten aufgenommen, die Musik später aber nicht mehr professionell betrieben. Was er nicht wusste: In Südafrika wurde er zum absoluten Superstar. Die Doku über die Geschichte einer Suche nach dem verschwundenen Star wurde sogar mit einem Oscar ausgezeichnet.

Lucasfilm Ltd.
Netflix

Zum „El Camino“-Start: Aaron Paul fasst „Breaking Bad“ in 2 ½ Minuten zusammen
Weiterlesen