Highlight: Coming Soon: Neue Alben, die 2018 erscheinen oder schon erschienen sind

Platten-Empfehlungen

Diese 20 Platten sollte jeder Vinyl-Anfänger im Regal stehen haben

Die gute, alte Schallplatte ist ja bereits seit einigen Jahren wieder zurück und erfreut sich auch weiterhin steigender Nutzerzahlen. Zum Hype ums Vinyl gehört auch die Plattenladenwoche, die einmal im Jahr den Fokus auf unabhängige Plattenläden in Deutschland legt und die Plattenauflegekultur des Landes feiert. In diesem Jahr findet sie vom 15. bis zum 20. Oktober statt und lädt zu exklusiven Events in Stores im ganzen Land ein – in denen man dann auch die ein oder andere limitierte Vinyl-Edition shoppen kann. Endstufenvinylliebhaberangelegenheit, sozusagen.

Für alle, die sich erst jetzt mit dem schwarzen Gold zu beschäftigen beginnen und sich im Laufe der nächsten Jahre eine stattliche Plattensammlung aufbauen wollen, geben wir an dieser Stelle Starthilfe in Form von 20 Alben, die jeder guten Plattensammlung gut tun. An dieser Stelle sei betont: Die folgende Liste soll weder als die der liebsten Alben des Autoren noch die der besten Platten aller Zeiten verstanden werden. Viel mehr hat jede der kommenden 20 Platten ihren eigenen Nutzen für die Plattensammlung.

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Abba – ABSOLUTE ABBA

Auf zwei Platten verteilt, versammelt die 1988 erschienene Compilation (so gut wie) jeden Hit der schwedischen Popsensation. Und so wie jeder, der sich etwas tiefer mit Musik beschäftigt, seinen einen Beatles-Song hat, hat auch jeder diese eine Abba-Melodie, mit der er Erinnerungen verbindet. Das musikalische Fotobuch gibt es bei Discogs ab 8,50 Euro – ein Schnäppchen, um die kommenden sieben Tage mit einem „Gimme! Gimme! Gimme!“-Ohrwurm herumzulaufen.

AC/DC – BACK IN BLACK

Die vielleicht lauteste, krachendste, trotzigste und größte Rückkehr der Rock-Geschichte: Nach dem frühen Tod von Sänger Bon Scott schien das Ende von AC/DC bereits besiegelt. Doch die Young-Brüder wollten nicht aufstecken, fanden in Brian Johnson den perfekten Nachfolger für den unersetzbaren Scott und schrieben mit „Hells Bells“ und dem Titeltrack ihre wohl besten und energetischsten Songs, die bis heute in hunderten Sportarenen zur Attacke rufen.

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Beastie Boys – PAUL’S BOUTIQUE

1989 waren die ehemaligen Hardcore-Punks der Beastie Boys längst Popstars, die von der entstehenden West-Coast-New-School verhasst wurden. Mit PAUL’S BOUTIQUE zerschlugen die Beasties nicht nur die hochnäsige Behauptung, Weiße könnten keinen HipHop machen, ein für alle mal, sondern bewiesen, was für großartige Musiker sie sind. Beats wie „Shake Your Rump“ enthalten alles, was den HipHop der 80er- und 90er-Jahre ausmachte und ausmachen würde.

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The Beatles – 1967-1970

Es gibt zwei Beatles: Die frühen Pilzköpfe, die unverfängliche Teenie-Liebessongs und Hüftschwinger schrieben. Die zugedröhnten, langhaarigen Studiofrickler, die ein „bestes Album aller Zeiten“ nach dem anderen aufnahmen. Statt sich also die komplette Diskographie anzuschaffen, den Bruch auf RUBBER SOUL zwischen frühen und späten Beatles zu erörtern und dann Unsummen für eine gute Version des „Weißen Albums“ auszugeben: zu Beginn einfach das „Blaue Album“ – die Compilation, die die größten Hits der Ära 1967 bis 1970 zusammenfasst – auf Heavy Rotation laufen lassen.

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Bruce Springsteen – LIVE/1975-1985

Springsteen hat sich seinen Spitznamen „Boss“ nicht im Studio, sondern auf der Bühne verdient. Er hielt nicht nur die riesige, bunt durchgewürfelte E Street Band zusammen, sondern zahlte den Weltklassemusikern auch immer pünktlich ihre Gagen. Um den „Boss“ als Musiker also ganz und gar verstehen zu können, muss man seine Songs live hören – am besten mit dem Box-Set LIVE/19875-1985. Auf fünf Platten macht man sich aus New Jersey auf den Weg die Welt zu erobern. Von BORN TO RUN zu BORN IN THE USA. Springsteen ist einfach born to tour.

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David Bowie – CHANGESBOWIE

Das gleiche, was für die Beatles gilt, gilt auch für das große Pop-Chamäleon David Bowie. Stardust, Thin White Duke, etc. – da verliert man schnell den Überblick, und eine Menge Geld. Besser für den Beginn zu einer Compilation wie CHANGESBOWIE greifen, seinen Bowie-Geschmack destillieren und gezielt zugreifen.

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Herbert Grönemeyer – 4630 BOCHUM

„Bochum“, „Männer“, „Flugzeuge im Bauch“, „Alkohol“ – spricht für ein Album, wenn die ersten vier Songs ausnahmslos zeitlose Hits sind. „Herbie“ kann man nahezu immer auflegen: wenn man die Heimat vermisst (selbst, wenn man nicht aus Bochum oder dem Ruhrpott kommt), wenn die Schwiegereltern in spe zu Besuch sind, wenn man in der Männerrunde zwei, drei Bier zu viel trinken will.

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Joy Division – UNKNOWN PLEASURES

Eine Platte, die dem Hörer viel abverlangt, ihn sich selbst überdenken lässt und obendrein mit einem der ikonischsten Albumcover aller Zeiten gesegnet ist. Das Debüt der Band um Ian Curtis klingt auch fast 40 Jahre nach Erscheinen zeitgenössisch und frisch. Durch das Post-Punk-Revival der 2000er und dem Curtis-Biopic „Control“ ist es regelrecht zu einer Bootleg- und Rerelease-Epidemie des Albums gekommen. Also gut aufpassen beim Kauf und lieber im Laden direkt einen Hördurchgang gönnen.

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Kate Bush – HOUNDS OF LOVE

Das Album, das so viel für die Gleichberechtigung der Frau im Pop tat, wie kein anderes zuvor: Kate Bush wurde mit HOUNDS OF LOVE nicht nur zum Star, auch zur anerkannten Songwriterin, ist es doch das erste Album einer weiblichen Sängerin, die ihre Songs selbst geschrieben hat und damit auf Platz 1 der britischen Charts landete. Ein Meilenstein der Pop-Geschichte – und dennoch auf jedem Flohmarkt zu finden (bei Discogs ab 9 Euro zu haben).

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Kraftwerk – COMPUTERWELT

Das beste Album der deutschen Musiklegenden. Weil es alles in sich bündelt: Pop („Computerliebe“), Dada-Humor („Taschenrechner“) und futuristisch wirkenden Techno: „Nummern“ bringt noch heute jeden Raum zum Beben und jede gute Party mit elektronischer Musik Lichtjahre voraus.

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Leonard Cohen – SONGS OF LEONARD COHEN

Das 1967er-Album des vielleicht größten Texters unserer Zeit, lehrt seinem Hörer nicht nur eine Menge über die Beziehungen zwischen Mann und Frau, sondern vor allem das Zuhören. Cohen geht es nicht um große Arrangements, ihm geht es um seine Geschichten. Um Liebe, Leiden, Brüche. All das hört man durch die Rillen von SONGS OF LEONARD COHEN.

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Michael Jackson – THRILLER

Für „Jacko“ gilt das gleiche wie für Abba: Sollte man einfach im Haus haben. Egal, ob man die Party mit „Wanna Be Startin‘ Something“ starten will oder den „Thriller“-Tanz üben will: MJs zweites Soloalbum nach dem Verlassen von Motown ist nicht ohne Grund noch immer das meistverkaufte der Welt (auch wenn die GREATEST HITS der Eagles THRILLER zumindest in den USA vom Spitzenplatz gestoßen hat). Ein neun Songs starkes Album, das sieben Singles auswirft, kann kaum eine Fehlinvestition sein.

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New Order – BLUE MONDAY (12″ Single)

Eine dieser Platten, die man aufgrund des Covers und der Geschichte dahinter haben sollte: Das aufwändig gestanzte Artwork in Floppy-Disk-Ästhetik brachte New Order und ihr Label Factory nahe der Zahlungsunfähigkeit – und das, obwohl „Blue Monday“ bis zum heutigen Tag die meistverkaufte 12″-Single weltweit ist. Obendrein ist der Song ein absoluter, nicht totzukriegender Hit.

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Queen – GREATEST HITS

Ähnlicher Fall zu den Beatles: Es gibt die 70er/Früh-80er-Queen und die Mitt-/Spät-80er-Queen. Im Falle dieser Platte entscheidet Ihr Euch für die Frühphase und werdet mit fast zwei Dutzend der besten Rocksongs der Musikgeschichte entlohnt. Eine Platte, bei der ihr zu keiner Sekunde zur Nadel greifen wollt, um zu skippen – und danach nur noch tiefer in den Queen-Kosmos einsteigen wollt.

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The Rolling Stones – STICKY FINGERS

Wie auch bei „Blue Monday“ solltet ihr STICKY FINGERS vor allem wegen des historischen Covers im Regal stehen haben wollen. Doch Obacht: Der Reißverschluss der männlichen Jeanshose sollte schon noch funktionstüchtig sein. Doch auch abseits des Nerdfaktors ist das Album eine echte Verstärkung für jede Sammlung: „Brown Sugar“ und „Wild Horses“ gehören bis heute zum festen Repertoire eines jeden Stones-Sets.

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Sex Pistols – NEVER MIND THE BOLLOCKS HERE’S THE SEX PISTOLS

Das einzig wahre Punkalbum. Das Album, das Richard Branson und sein Unternehmen Virgin erstmals weltweit in alle Munde brachte. Das Album, das für eine kurze Zeit den Glauben daran streute, alles ginge – und das obwohl wir alle „no future“ haben. Wenn Ihr tatsächlich eine Virgin-Erstpressung erstehen können solltet: Tut es und gebt sie nie wieder her.

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The Smiths – HATFUL OF HOLLOW

Das bessere Debütalbum der Smiths: Die Compilation von 1984 versammelt alle frühen Singles der Band um Morrissey und Johnny Marr sowie alternative Aufnahmen der THE-SMITHS-Songs. Nachdem Ihr die druckvolle Version von „What Difference Does It Make?“ gehört habt, wollt Ihr nie wieder eine andere dieser Nummer hören.

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Talking Heads – STOP MAKING SENSE

Das Album zum gleichnamigen Konzertfilm der Artrock-Granden. Schon der Einstieg ist eine echte Überraschung: „Psycho Killer“ in einer heruntergebrochenen, mit Drumcomputer und Sequencer-Geplucker unterstützten Version. An dieser Experimentierfreudigkeit halten die Talking Heads fest. Das eh schon bombastische „Burning Down The House“ wird mit Afro-Pop-Trommeln in ein neues Universum gehoben.

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Wham! – MAKE IT BIG

„Wham!? Ernsthaft?“Bei Gott, ja! Ein perfektes 80s-Pop-Album, von vorne bis hinten perfekt konzipiert. Wer beim Opener „Wake Me Up Before You Go-Go“ stillhalten kann, sollte zum Arzt gehen, wer beim Closer „Careless Whisper“ sich selbst in Gesellschaft einsam und etwas ungeliebt fühlt, sollte schleunigst auch etwas dagegen tun.

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The Who – TOMMY

Ein Konzeptalbum, das einem, das Konzept Album nahe bringt. Die Rockoper TOMMY erzählt von Anfang bis Ende eine Geschichte, sie ist tatsächlich ein musikalischer Film, der vor den Augen des Hörers abläuft. Skippen unmöglich – und eben deshalb wichtig als Geduldsübung für Plattenbeginner.

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