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Facebook will seine eigene Stadt bauen – weil die Offline-Community zu kurz kommt

Wer im USA-Urlaub schon mal nach Menlo Park rausgefahren ist, um sich anzuschauen, wie eines der einflussreichsten Unternehmen der Welt unser Leben mit „Gefällt mir“ und personalisierten Timelines bereichert, wird wissen, dass Facebook ziemlich aus der Pampa heraus agiert.

Im Silicon Valley nahe Palo Alto hat sich Mark Zuckerbergs Firma ein ordentliches Stückchen Land erobert und das soll nun in eine Stadt verwandelt werden, um der Region etwas Aufschwung geben.

Kürzlich verkündete Facebook, dass man das Gelände um die Facebook-Zentrale in ein eigenes Städtchen mit Shops, Büros und Wohnraum verwandeln wolle.

„Ein Teil unserer Vision ist es, ein Nachbarschaftszentrum zu erschaffen, das langersehnte Dienstleistungen anbietet“, heißt es in einem offiziellen Statement von „Facebook Community“.

Die Pläne für die Umgestaltung des Areals sollen noch in diesem Monat bei der Stadt eingehen. Anschließend wird es aber wohl noch zwei Jahre dauern, bis die Bauarbeiten losgehen können. Facebook rechnet damit, 2021 die ersten Wohnungen und Geschäfte errichtet zu haben.

Das Vorhaben ist nicht nur eine mögliche Bereicherung, von der die Mitarbeiter von Facebook profitieren sollen, es soll auch die angespannte Wohnungssituation in der Bay Area entlasten. Erschwingliche Mietpreise sind dort schon lange passé. Der Facebook-Campus soll aus 1500 Wohneinheiten bestehen, von denen etwa 15 Prozent zu einem günstigen Preis gemietet werden können.

Das Konzept dahinter ist natürlich nicht neu – schon früher schossen Industriestädte aus dem Boden, um strukturschwache Regionen mit großen Rohstoffvorkommen für Arbeitnehmer attraktiver zu machen. Nur ist der Bergbau von früher heute eben das Socializing im Netz – schöne neue Welt, oder?


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