Haben sich Freddie Mercury und Lady Di in Wahrheit nie getroffen?

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Es ist längst eine Legende im Queen-Kosmos, die sich verselbstständigt hat: Freddie Mercury und Lady Diana wird eine intensive Freundschaft nachgesagt, von der beide bis zum Tod des Sängers profitierten.

Sehen konnten sich die beiden allerdings so gut wie nicht, denn wer hätte es bei dem medialen Interesse an ihnen geheim halten können? Doch immer wieder ist in den vergangenen Jahren die Rede von einem Treffen gewesen, das die Prinzessin gemeinsam mit Mercury in eine Schwulenbar geführt haben soll.

Freddie Mercury, Lady Di und die „Golden Girls“

Bisher galt: Beide verbrachten durchaus Freizeit miteinander. Verbürgt ist das Amüsement bei Fernsehabenden mit den „Golden Girls“. Schauspielerin Cleo Rocos bestätigte unlängst in einem Interview mit „Vanity Fair“: „Die beiden nutzten den Nachmittag, um Champagner zu trinken und Wiederholungen der ‚Golden Girls‘ zu schauen. Mit ausgeschaltetem Ton und Improvisationen der Dialoge und weitaus expliziterer Handlung.“ Oft mit dabei: Rupert Everett und Kenny Everett.

Rocos berichtete auch von einer Party-Nacht, in der sich Diana buchstäblich aus dem Palast geschlichen haben soll , um in die Royal Vauxhall Tavern – eine der bekanntesten Londoner Schwulenbars zu der Zeit – einzukehren. Damit sie nicht erkannt werden konnte, soll sich Diana laut der befreundeten Schauspielerin als Mann mit Baseballmütze, Sonnenbrille und Bomberjacke verkleidet haben.

Obwohl die Angst durchaus spürbar war, entdeckt zu werden, wurden sie angeblich ignoriert, so Rocos. Auch weil die Menge vom Erscheinen Freddie Mercurys völlig paralysiert war.

Freddie Mercurys Assistent bestreitet Freundschaft

Aber hat all das wirklich stattgefunden? Peter Freestone, der persönliche Assistent des Queen-Sängers und einer seiner wichtigsten Freunde, widerspricht.

„Vielleicht ging Diana mit Kenny (Everett) aus, aber Freddie war definitiv nicht dabei“, sagte Freestone dem britischen „Express“. „Er hat sie nie getroffen.“ Also doch keine Freundschaft und keine obszönen Neueinsprechungen der „Golden Girls“?

Freestone: „Während ‚Live Aid‘ sieht man Brian May und Roger Taylor in der königlichen Loge. Freddie ging allerdings nicht hin. Er war mehr daran interessiert, mit Freunden hinter der Bühne abzuhängen, mit Elton John zu sprechen. Seine Freunde waren für ihn immer das Wichtigste.“

Demnach hatte Mercury kein Interesse an einer möglichen Freundschaft, die unter den Augen der Öffentlichkeit im Grunde kaum möglich gewesen wäre (vielleicht auch weil die gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexualität und Promiskuität Ende der 80er-Jahre noch eine völlig andere war als heute). Seine Freunde bedeuteten ihm hingegen alles, wie Freestone dem Boulevardblatt versicherte.

So soll der Musiker ein eigenes Geburtstagsbuch geführt haben, um keinen einzigen Menschen, der ihm etwas bedeutete, zu vergessen. Zugleich hätte er nach jedem gemeinsam verbrachten Abend eine schriftliche Danksagung verschickt. Freestone: „Wer macht so etwas heute schon noch? Er war ein echter Gentleman.“

Wer weiß, vielleicht behielt Freddie Mercury das königliche Geheimnis seiner Freundschaft mit der Prinzessin von Wales auch vor seinen wichtigsten Verbündeten für sich, um sie nicht zu gefährden.


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