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„Get Out“: Das Ende der Horror-Sensation sollte eigentlich ganz anders aussehen

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Jordan Peele ist eigentlich Teil eines Comedy-Duos, das nicht für besonders subtilen Humor bekannt ist. Nun hat Peele plötzlich ein ganz neues Image: Mit seinem Regie-Debüt „Get Out“ ist ihm eine Kino-Sensation gelungen, die im Jahr 2017 wohl nicht mehr wiederholt wird. Mit einem Budget von knapp 5 Millionen spielte der Film in den USA mehr als 100 Millionen Dollar ein. Horror-Fans sind von der intelligenten Umsetzung des Grundthemas Rassismus begeistert, auf Rotten Tomatoes hat der Film einen Schnitt von 99 % positiver Kritiken.

In Deutschland startete der Film Mitte Mai in den Kinos, auch hier lief „Get Out“ erfolgreich an. Im Rahmen des bevorstehenden Heimkino-Starts in den USA hat Regisseur Peele nun verraten, dass es für den Film ein alternatives und äußerst deprimierendes Ende gibt, das in der Kinofassung aber nicht umgesetzt wurde.

Obacht, es folgen unvermeidlich Spoiler.

Am Ende des gruseligen Wochenendes entdeckt Chris (Daniel Kaluuya), dass seine Freundin und deren Familie dunkelhäutige Männer und Frauen in ihr Haus locken, um ihre Körper via irrer Operation zu einem Wirt für zahlende Weiße zu machen. Chris kann fliehen, tötet die kriminelle Familie und endet mit seiner Freundin, die ihn in die Falle gelockt hat, auf einer Straße vor dem Haus. Er erwürgt seine Peinigerin, dann kommt ein vermeintliches Polizeiauto, in dem Chris’ Freund Rod sitzt und ihn abholt. Happy End nach einem verstörenden Film.

Das alternative Ende

Das alternative Ende von „Get Out“ ist ungleich zynischer. Das Polizeiauto, das an den Tatort kommt, wird nicht von Chris’ Freund gesteuert, sondern von einem Polizisten. Und was der sieht: Einen jungen, schwarzen Mann, der mit Blut beschmiert ist und gerade über der Leiche einer jungen weißen Frau kniet. Alle Beweise, die Chris als Opfer der Familie ausweisen, sind mit dem Haus der Familie niedergebrannt. In diesem alternativen Ende kann Chris zwar seinen Peinigern entfliehen, landet allerdings im Gefängnis.

Indem er Chris in den Knast schickt, spielt Jordan Peele noch mehr mit Vorurteilen und Rassismus als er es sowieso schon in „Get Out“ tut. Das alternative Ende des Films wurde tatsächlich auch abgedreht, es wird in der Heimkino-Variante des Films auswählbar sein.

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