Hologramme: Elvis Presley und Jimi Hendrix bald wieder live?

Alle, die sich darüber ärgern, nie den Hüftschwung Elvis Presleys live gesehen zu haben, oder Jimi Hendrix, wie er seine Gitarre abfackelt, dürfen nun wieder hoffen. Denn nachdem eine britische Firma den 1996 in Las Vegas erschossenen Tupac Shakur zum diesjährigen Coachella Festival als Hologramm gemeinsam mit Dr. Dre und Snoop Dogg auf die Bühne brachte, arbeiten Musion Systems gemeinsam mit Jimi Hendrix’ Schwester Janie daran, auch den Gitarrengott wiederauferstehen zu lassen. Und nicht nur das: Auch Live-Konzerte und Film- und Fernsehauftritte von Elvis, The Doors und Marylin Monroe sind in Planung. Erst Anfang Juni wurde offiziell bestätigt, dass Elvis Presleys Nachlassverwalter in die Nutzung des Archivmaterials einwilligt habe.

Möglich macht den Hologramm-Effekt eine Kombination aus moderner 3-D Animation und einem alten Zaubertrick. Bei diesem „ Pepper’s Ghost-Effekt“, den der britische Zauberer John Henry Pepper das erste Mal im Jahr 1862 vorführte, projizieren verschiedene Schrägspiegel außerhalb der Bühne ein Bild, oder, wie im Falle Shakurs, eine Animation auf eine unsichtbare Glasscheibe auf der Bühne. Durch die Schrägstellung der Spiegel entsteht der dreidimensionale Effekt. James Rock, Direktor von Musion Systems, erklärte Anfang des Jahres dazu: “Wir sind noch immer im Prozess, aber die Technologie wird besser und besser.”

Laut Musion Systems und Digital Domain, die für die projizierten Animationen verantwortlich sind, soll es jedoch nicht allein um eine Wiederaufführung legendärer Konzerte gehen. Stattdessen arbeiten die Londoner daran, mit Hilfe des Archiv-Materials gänzlich neue Auftritte zu kreieren. Und Jeff Jampol, der Nachlassverwalter von den Doors, spach gegenüber der Daily Mail sogar davon, die 3-D Charaktere irgendwann zurück ins Leben zu entlassen: “Im Idealfall wird Jim Morrison irgendwann wieder in der Lage sein, herumzulaufen und den Leuten direkt in die Augen zu schauen.”


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