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„Ku’damm 63“ im ZDF: So geht es mit Familie Schöllack weiter

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Mit „Ku’damm 56“ erschien 2016 der erste Dreiteiler der Reihe, zwei Jahre darauf wurde die Geschichte um Tanzlehrerin Caterina Schöllack (Claudia Michelsen) und ihre drei Töchter mit „Ku’damm 59“ fortgesetzt. Bereits 2019 stand fest, dass die beliebte Reihe weitererzählt werden wird. Doch dann kam Corona und damit zunächst eine lange Drehpause.

Diesen Sonntag kann „Ku’damm 63“ endlich starten: Das ZDF zeigt die drei neuen Spielfilme jeweils um 20:15 Uhr am Sonntag, den 21. März, am Montag, den 22. März und schließlich am Mittwoch, den 24. März. In der ZDF-Mediathek werden alle drei Teile bereits ab Samstag, den 20. März zur Verfügung stehen. Dort sind übrigens auch die beiden Vorgänger-Staffeln wieder einsehbar. Wir geben Euch einen Überblick, was zuletzt geschah und wie es nun mit den Schöllack-Schwestern weitergehen wird.

Was geschah zuletzt?

Das Konzept der Reihe ist bestechend einfach, deswegen aber nicht weniger spannend: Durch die Familie Schöllack und ihre Tanzschule „Galant“ am Kurfürstendamm in West-Berlin wird ein Blick auf die bundesdeutsche Gesellschaft der Fünfziger und Sechziger, ihre sich wandelnden Ansichten und Werte geworfen. Von besonderem Interesse ist dabei die Rolle der Frau – mit Mutter Caterina und ihren Töchtern Monika (Sonja Gerhardt), Helga (Maria Ehrich) und Eva (Emilia Schüle) stehen seit jeher weibliche Figuren im Fokus der Serie.

In der ersten Staffel „Ku’damm 56“ geht es Caterina vor allem darum, ihren Nachwuchs unter die Haube zu bringen. Selbstredend sollen die Partien möglichst vorteilhaft sein und das Ansehen der Familie Schöllack steigern. Da der Vater der Familie seit 1944 vermisst wird, ist es der Mutter umso wichtiger ihre Töchter versorgt zu wissen. Alle zeigen sich folgsam, bis auf Monika – die ist gerade von der Wirtschaftsschule geflogen und widersetzt sich regelmäßig dem Willen der Matriarchin.

Zu Beginn der nächsten Staffel sind alle drei jungen Frauen längst verheiratet: Monika ist nun die Ehefrau von Fabrikanten-Sohn Joachim Franck (Sabin Tambrea), wesentlich mehr Zeit verbringt sie jedoch mit Rock’n’Roll-Tanzpartner Freddy (Trystan Pütter). Helga wiederum leidet darunter, dass ihr Mann Wolfgang (August Wittgenstein) eigentlich homosexuell ist und eine Affäre eingeht. Eva hingegen ist unzufrieden mit einem alleinigen Dasein als Gattin, darüber hinaus ist die Beziehung zu Prof. Fassbender (Heino Ferch) von Gewalt geprägt und bislang kinderlos geblieben.

Wie geht es weiter?

Auch in „Ku’damm 63“ wird, neben den persönlichen Schicksalen der Schöllack-Familie, der gesellschaftliche Wandel von Interesse sein. Die unmittelbaren Nachkriegsjahre liegen immer weiter zurück, man nähert sich allmählich der Hippie-Bewegung und den Studierenden-Protesten.

Die Handlung der drei Filme spielt zwischen Weihnachten 1962 und Herbst 1963. Die drei Schwestern sind mittlerweile fest in ihren eigenen Leben angekommen, und haben dort mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen zu kämpfen: Helga muss vorübergehend die Leitung der Tanzschule übernehmen, als Mutter Caterina bei einem Autounfall schwer verletzt wird. Zur Unterstützung stellt sie den argentinischen Tanzlehrer Armando (Giovanni Funiati) ein, in den sie sich schon bald verliebt.

Eva wiederum erpresst ihren Mann mit einem Tonband, auf dem einer seiner Gewaltausbrüche gegen sie zu hören ist. Sie fordert Geld von ihm, um sich als Galeristin eine eigene Existenz aufzubauen. Währenddessen erleidet Monika eine Fehlgeburt, die auch ihren Mann Joachim aus der Bahn wirft und in eine tiefe Depression versinken lässt. Monika hingegen versucht sich mit Arbeit abzulenken und arbeitet mit Freddy an einem Song für Sängerin Hannelore Lay (Helen Schneider), die damit am Eurovision Song Contest teilnehmen möchte, der damals noch „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ hieß.

ZDF/Stefan Erhard
ZDF/Boris Laewen
Boris Laewen ZDF/Boris Laewen

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