Laut Quentin Tarantino leben wir in der „schlimmsten Ära in der Geschichte Hollywoods“

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Spricht hier der Kulturpessimist? Quentin Tarantino hat verschiedene Dekaden Hollywoods miteinander verglichen – und lässt kein gutes Haar an der aktuellen Verfassung der Traumfabrik. So monierte er in einem Podcast: „Obwohl die 80er Jahre die Zeit waren, in der ich wahrscheinlich mehr Filme in meinem Leben gesehen habe als jemals zuvor – zumindest was das Ausgehen ins Kino betrifft – habe ich das Gefühl, dass das Kino der 80er-Jahre zusammen mit den 50er-Jahren die schlechteste Ära in der Geschichte Hollywoods ist. Sie wird nur noch von der jetzigen Ära übertroffen!“

Worst Hollywood

Tatsächlich greift der Regisseur seine Kritik nicht aus der Luft: Vom Fernsehen wurde das Kino in den 50er-Jahren in eine erste Krise gestürzt. Die 80er-Jahre waren schließlich von Actionfilmen ohne wirkliche inhaltliche Ambitionen und im Fließband-Stil abgedrehten Serienfilmen geprägt. In der Jetztzeit dominieren immergleiche Superheldenfilme die große Leinwand.

Die Schmankerl schmecken umso besser

Doch auch heute ist nicht aller Tage Abend. So merkte Tarantino an, dass die Müdigkeit gegenüber Blockbustern seine Wertschätzung für die Filme, welche nicht „konform“ seien und sich „von der Masse abheben“ nur noch erhöht habe. Erst vor kurzem äußerte er sich verächtlich gegenüber Marvel-Filmen. So sagte der 59-Jährige unter Verweis auf das Aussterben der großen Hollywood-Musicals in den 60er-Jahren, er könne „nicht warten, bis sie das auch über Superheldenfilme sagen können“.


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