ME 10/20

Mit großem 70er-Special, Matt Berninger, Idles, Kitschkrieg und Taylor Swift: Der neue Musikexpress ist da!

von

Zum Einstieg wie immer unser „Making-Of“ aus dem hier beworbenen Printprodukt:

DER VALENTE DIE LEVITEN LESEN

„Komm ein bisschen mit nach Italien“ lautet der Titel eines Schlagers von Caterina Valente aus dem Jahr 1956. Bevor Sie sich nun fragen, wie das überhaupt gehen soll: eine teilweise Reiseteilnahme, und bevor Sie es auch allzu verdächtig finden, dass sich jemand, der kurz zuvor Wert auf die Feststellung gelegt hatte, dass wirklich GANZ Paris von der Liebe träumt, damit zufrieden gibt, von jemandem nur so ein bisschen in den Süden begleitet zu werden …

Bevor also solches geschieht, möchten auch wir Sie in dieser Ausgabe ein bisschen nach Italien mitnehmen. Vier-Seiten-Pauschalreise. Un poco Celentano, bisschen Francesco Wilking, dieser Sehnsucht nachspüren, die Italo-Pop bis heute auf uns ausübt. Apropos: Waren Sie diesen Sommer im Urlaub? Wir auch nicht. Dafür haben wir im August diese berühmte Band interviewt, deren (einer) Sänger vor Kurzem in einem Podcast sagte, er würde niemals Fotos machen, um „den Moment festzuhalten“, weil er den ja sonst verpassen würde. Ganz mitkommen und dann so was von da sein, das ist das nachahmenswerte Credo des Weitgereisten, dessen Namen wir erst im nächsten ME verraten. Cliffhanger, quasi.

P.S. Produktionstechnisch nicht ganz da waren wir leider, als wir im Plattenteil des ME 9/20 eine Seite aus dem Express-Teil doppelt abgedruckt haben. Die dadurch verwehten Reviews von My Morning Jacket und Kathleen Edwards werden in diesem Heft nachgereicht. Wir bitten um Entschuldigung!

Der Musikexpress 10/20 – die Themen im Überblick:

Disco vs. Rock – Der Kulturkampf der 70er

Manche Geschichten sind auserzählt. Andere noch lange nicht – wie diese hier: Was steckte tatsächlich hinter dem Kulturkampf Rock versus Disco? Eine der spannendsten Geschichten der 70er.

Matt Berninger: „Liebe ist ein Verb“

Viele Rockstars der alten Schule gibt es nicht mehr, Matt Berninger ist einer von ihnen – zumindest auf den ersten Blick. Die Konzerte seiner Band The National sind Messen; Berninger der vom Rotwein angeknipste Anzug-Prophet. Jetzt veröffentlicht er sein Solodebüt SERPENTINE PRISON, das gemeinsam mit dem Produzenten Booker T. Jones entstand. Ein Gespräch über den Himmel auf Erden, frühkindlichen Klavierunterricht, das Problem mit den Beatles und die Liebe als inhaltliches Leitmotiv.

Idles – Radikal höflich

Mit ihrem neuen Album ULTRA MONO werden Idles ihre Position als moralische Faust in den britischen Top Ten zementieren. Mit dem Erfolg kommen die Selbstzweifel, werden die Stimmen der Kritiker*innen lauter. Doch nie so laut wie die von Sänger Joe Talbot. Wir schalteten uns zu ihm ins Auto – auf eine Fahrt durch ein erodierendes Empire.

Giant Rooks – Die wollen nur spielen

Giant Rooks firmieren zwar als Indie-Pop-Band, doch was ihren Bekanntheitsgrad und ihren Erfolg betrifft, haben die fünf Freunde aus Hamm den Indie-Status bereits verlassen. Ihnen winkt sogar eine internationale Karriere – und das, obwohl man bis gerade eben noch nicht mal wusste, wie ihr Debütalbum klingt.

Italo-Pop – Ti Amo

Die Deutschen lieben italienische Popmusik. So sehr, dass sie manchmal sogar selbst auf Italienisch singen. Aber was macht die Musik der Künstler*innen aus der Gegenwart aus? Und kann man der sich als „Crucchi“ überhaupt annähern? Eine Untersuchung.

Kitschkrieg – Das deutsche Popgame, einmal durchgespielt

Mit ihrer Minimal-Pop-Kunst sind Kitschkrieg aus Berlin-Kreuzberg das Produzentenkollektiv der Stunde. Für eine Zusammenarbeit stehen die Stars Schlange. Ihr spätes Debütalbum ist eine eindrucksvolle Machtdemonstration – obwohl darauf aufregend wenig passiert. Ihr Weg dorthin war allerdings mindestens so steinig wie lang.

ME-Heldin: Taylor Swift – Acht Akte Amerika

FOLKLORE gilt als Taylor Swifts Überraschungs-Album. Da sie sich darauf überraschend in nur einer ihrer Klangfarben ausspielt. Der minimalistischen aus Gitarre und Klavier. Dazu ein Song mit Justin Vernon. Jetzt muss man hinhören, tönte es in Musikbesserwisserkreisen. Das ist natürlich Quatsch. Hinhören muss man schon viel länger. Es lohnt!

Außerdem im Heft:

  • Selbstauslöser: Jonathan Bree
  • Plattenschrank: Róisín Murphy
  • Themeninterview: Bob Mould über Protest
  • Radar: Tkay Maidza, Billy Nomates, Pillow Queens, Finn Ronsdorf & CLT DRP
  • Nachruf: Alan Parker
  • CD-Beilage mit Róisín Murphy, Idles, Pillow Queens, Golf, Matt Berninger und Will Butler
  • uvm.

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Der neue Musikexpress – von 10. September 2020 an am Kiosk sowie von Zuhause aus als E-Paper erhältlich

Außerdem dabei:

Ein Taschenbuch mit unseren 140 Lieblingsplatten aus den 70er-Jahren samt ihrer kultigen ME-Kritiken aus den Jahren 1970 bis 1979. Pink Floyds „Dark Side Of The Moon“ war damals noch kein Klassiker, sondern einfach „eine dufte Platte“, Udo Lindenberg eine Entdeckung („wer Udos Stimme überhört, der sollte sich begraben lassen“), David Bowie vor allem „der Kraftwerk-Fan Nr. 1“ und Kate Bush die „schimmernde Perle an kostbarem Geschmeide“. 140 Lobeshymnen und fatale Irrtümer, 140 Original-Kritiken von schräg bis schonungslos.

Über diese Platten sprechen wir übrigens auch in der ersten Folge des neuen ME-Podcasts „ME-TALK“. Hört mal rein!


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