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Nach Party-Exzess in Hamburg: Berliner Clubbetreiber verteidigen „ihre“ Polizei

So weit ist es schon gekommen: Berliner Clubbetreiber springen nun für die Polizisten ihrer Stadt in die Bresche.

Nachdem Berliner Polizisten negativ in die Schlagzeilen gerieten, weil sie im Vorfeld ihres Einsatzes beim G20-Gipfel in Hamburg wild bis exzessiv feierten und Bilder davon im Internet auftauchten, veröffentlicht die Berliner Clubcommission nun ein Statement, in dem sie sich bei der Berliner Polizei bedankt – dafür, dass sie Hamburg und dem Rest des Landes zeigen, wie in Berlin jeden Tag gefeiert wird.

Lest hier das komplette Statement:

Die Clubcommission bedankt sich bei der Berliner Polizei für den erfolgreichen Einsatz.

Beim G20 Gipfel am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg versammeln sich die größten Industrienationen und Schwellenländer. Die Hamburger Polizei hatte daher auch Berliner Einsatzkräfte angefordert, um ihren Beitrag bei dieser Großveranstaltung zu leisten.

Knapp zehn Tage vor dem Eintreffen der politischen Weltelite, ist das Berliner Einsatzteam seiner Vorbildsfunktion gerecht geworden und hat eine große Auftaktparty veranstaltet – traditionell kostümiert in Uniformen, mit musikalischen Einlagen und exzessiven Live-Perfomances.

Die bekanntermaßen spießigen Kollegen aus Hamburg standen allerdings bei der als „privat“ deklarierten Veranstaltung nicht auf der Gästeliste. Vielmehr wurden einige von ihnen an der Tür abgewiesen, was für Unmut sorgte. Trotz striktem Fotografierverbot, verschafften sich die Hamburger daraufhin Aufnahmen von der Veranstaltung und spielten sie (nachdem sie um 1 Uhr morgens die Bürgersteige der Hansestadt hochgeklappt hatten) der Boulevardpresse zu. Was in Berlin als Routineeinsatz gewertet wird, wurde in den Medien zu einer Schlagzeile. Weitere Partys dieser Reihe wurden daher leider erst einmal abgesagt.

Die Clubcommission hingegen bedankt sich bei den 220 Berliner Polizisten, die mit Lebensfreude, viel Körpereinsatz und Hingabe den G20 Gipfel begleitet haben: „Wir halten Euch für die Rückkehr ein paar Gästelistenplätze in einem Club Eurer Wahl bereit,“ so der Pressesprecher Lutz Leichsenring.

Dass in Berlin längst nicht jeder auf den Ruf als Partystadt und dessen Ursachen steht, konnte man jüngst wieder anhand eines Flugzettels ablesen, den ein Nachbar der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg vor Ort aufhing:


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