Oliver Stone über „John Wick 4“: „Der Film ist unglaublich ekelhaft“


Filmemacher Stone findet den vierten Teil mit Keanu Reeves unnötig gewalttätig.

Am 23. März 2023 kam der vierte „John Wick“-Teil in die Kinos. Seitdem hat der Actioner weltweit um die 427 Millionen US-Dollar eingespielt – und das bei einem Budget von knapp 100 Millionen US-Dollar. Also eigentlich ein Erfolg für den Regisseur Chad Stahelski, der schon bei den vorherigen Wick-Werken auf dem Regiestuhl saß.

Doch wenn man Regisseur und Drehbuchautor Oliver Stone fragt, hält der nicht viel von der Story um den Auftragskiller John Wick, gespielt von Keanu Reeves. In einem Interview mit „Variety“ äußerte sich der Filmemacher über den neuen Teil der Reihe mit harten Worten:

Ich habe ‚John Wick 4‘ im Flugzeug gesehen. Was für eine Lautstärke. Ich denke, der Film ist unglaublich ekelhaft. Ekelerregend. Ich weiß nicht, was die Leute denken. Vielleicht habe ich ‚G.I. Joe‘ gesehen, als ich ein Kind war. Aber [Keanu Reeves] tötet drei-, vierhundert Menschen in diesem verdammten Film. Und als Kriegsveteran muss ich sagen, dass kein einziger von ihnen glaubwürdig ist. Mir ist klar, dass es ein Film ist, aber es ist mehr ein Videospiel als ein Film geworden.

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Die Kritik richtet sich vor allem gegen die übermäßige Gewalt, die in „John Wick: Kaptitel 4“ dargestellt wird. Aus seiner Sicht  gleicht der Film eher einem Ego-Shooter-Game, als dass er eine ernstzunehmende Fortsetzung darstellt. Zu laut und zu übertrieben findet Stone den 169-minütigen Action-Streifen.

Laut Stone habe der vierte Teil jeglichen Bezug zur Realität verloren. Er glaubt, dass das Publikum womöglich genau diesen Aspekt interessant finden könnte, wenn es Videospiele liebt. Es mache überhaupt keinen Unterschied mehr, ob man auf der Leinwand einer Comic-Figur oder John Wick zuschaue. „Es ist nicht glaubwürdig“, befindet der 76-jährige Stone.

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„Wie viele Autos können einen Unfall bauen? Wie viele Stunts kann man machen? Was ist der Unterschied zwischen ‚Fast and Furious‘ und einem anderen Film? Es ist einfach eine Sache nach der anderen. Ob es sich um eine übermenschliche Marvel-Figur oder einen Menschen wie John Wick handelt, macht keinen Unterschied“, so Stone.

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