Public Enemy

It Takes A Nation ... (1988)

Da halfen auch keine Heerscharen politischer I und/oder musikalischer Gegner: Mit „It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back“ schlugen Public Enemy 1988 vehement ein neues Kapitel im Buch der Rap-Geschichte auf. Oberflächlich als Lärm wahrgenommene Sound-Versatzstükke gerieten unter den Händen des „Bomb Squad“-Produktionsteams zu vielschichtig arrangierten HipHop-Monumenten, deren geballte Wucht durch die exaltierten (Flavor Flav) oder schneidend-harten (Chuck D.) Polit-Raps noch unterstrichen wurde. Mit „Bring The Noise“ und der lautstarken Medien-Analyse „Don’t Believe The Hype“ erregten sie auch über die HipHop-Szene hinaus Aufmerksamkeit. „She Watched Channel Zero“ gilt bis heute als eines der gelungensten Beispiele für die Symbiose aus Rap und Metal. Darüber hinaus machten Public Enemy mit ihrem zweiten Album den Weg frei für eine Politisierung des HipHop. Vor allem in England inspirierten sie eine ganze Armada von Epigonen (z. B. Hijack) zu bemerkenswerten Leistungen. Damit traten sie die Nachfolge von Punk-Bands wie den Sex Pistols oder Clash an, deren größter Reiz ja auch darin bestand, daß man damit seine Eltern gewaltig ärgern konnte.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.