Boulevards Electric Cowboy: Born In Carolina Mud


New West/PIAS/Rough Trade (VÖ: 11.2.)

von

Wir nennen es Retro- oder Neo-, versuchen Entwicklungen zu identifizieren und Bezüge herzustellen, aber es bleibt schlussendlich doch immer dasselbe: Soul. Seien wir ehrlich: Der Soul von heute klingt nicht so viel anders wie der von vor einem halben Jahrhundert. Warum? Weil er es kann. Und, auch nicht ganz unwichtig: Weil’s warm groovt und auch noch die wahrlich zentralen Menschheitsfragen verhandelt werden. Oder, wie Jamil Rashad alias Boulevards aus Raleigh, North Carolina, auf seinem dritten Album singt: „How do you, how do you feel?“

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Ja, darum geht es auf ELECTRIC COWBOY: BORN IN CAROLINA MUD: um die Liebe, die verschwunden ist („Where Is Da Luv?“), um die Probleme, die einfach nicht verschwinden wollen („Problems“), um das Leben, das zwischen den Fingern verrinnt („Ain’t Right“). Und so altmodisch, so zeitlos wie die Themen ist auch die Umsetzung: ein warmes, wundervolles Soul-Vollbad mit funky Gitarren, wonneweichen Keyboards und kuscheligen Melodien.

Mitgewirkt und zum Teil produziert hat Adrian Quesada, eine Hälfte der Black Pumas, das kann man hören. Die Outlaw- Country-Lady Nikki Lane singt mit Jamil Rashad im Duett, aber eine Country-Platte ist das nicht. Trotzdem aber vor allem Musik, die einen liebevoll umfängt, die Seele massiert und einen entlässt mit dem schönen Gefühl, dass jede Unbill nur der Preis ist für das nächste Glück.


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