Brandt Brauer Frick Miami


!K7/ Alive

Auf dem ersten Album formuliert eine Band ihre Idee, auf dem zweiten wird das Konzept ausdifferenziert und auf dem dritten schließlich stellt sich die Frage: Wo geht’s hin, Freunde? Brandt Brauer Frick beantworten die Frage mit MIAMI eindeutig: Weg vom Track, hin zum Song. Das Berliner Trio, das mit dem Einfall, Technostrukturen mit klassischen Instrumenten nachzustellen, seit drei Jahren Furore macht, hat nicht nur für sieben der zehn Stücke Vokalisten engagiert, sondern sich auch vom Diktat des pumpenden 4/4-Taktes verabschiedet. Selbst Instrumentals wie „Ocean Drive (Schamane)“ wechseln nun mittendrin Stimmung, Harmonie, Lautstärke oder Rhythmus. Durch „Skiffle It Up“ trötet eine Polizeisirene und Jamie Lidell bringt gleich zwei Mal den Soul in den aufgelockerten, aber bisweilen immer noch recht mechanischen Sound. Denn gänzlich geben Brandt Brauer Frick ihre Ursprungsidee nicht auf, dazu war die viel zu gut: Für „Fantasie Mädchen“ darf Gudrun Gut so beständig die einzige Zeile „Fantasiemädchen – du rockst meine Welt“ wiederholen, als müsste die Kraftwerk’sche Autobahn dringend neu asphaltiert werden.


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