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Damien Jurado The Monster Who Hated Pennsylvania


Maraqopa/Bertus (VÖ: 14.5.)

von

Egal ob Helena oder Tom, Johnny oder Jennifer, die Charaktere auf Damien Jurados 17. Studioalbum sprechen von ihren Leiden. Viel kann den alltäglichen Normalzustand zerrütten, wie Beziehungsprobleme, Schlaflosigkeit, ein heranrollender Hurrikan oder das Leben selbst. Wie eine Serie kleiner Charakterstudien hangelt sich Jurado mit jedem Song von Person zu Person, von Geschichte zu Geschichte.

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Mit großer Liebe zu seinem Handwerk, dem des Songwritings, ergründet er die einzelnen Protagonist*innen. Dabei wird klar, was sie alle verbindet: Ihre Narrative befinden sich am Rande des Gewöhnlichen, zwischen den Emotionen, die die meisten Menschen in ihrem Leben durchmachen, und den Ausnahmesituationen, die sie zu voller Stärke aufblühen lassen.

Dazu braucht es auch kein großes Instrumentalaufgebot. Schlichte Gitarrenakkorde ziehen ihre Schleifen, die noch von gedämpften perkussiven Klängen in ihre Bahnen gelenkt werden. Jurados trockenes Klangbild lässt viel Raum für seine Worte und die Geschichten der Menschen, in deren verzwickte Welt THE MONSTER WHO HATED PENNSYLVANIA einlädt.


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