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Hans-Joachim Roedelius & Arnold Kasar Einfluss

Deutsche Grammophon/ Universal (VÖ: 23.6.)

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Foto: Deutsche Grammophon/ Universal (VÖ: 23.6.)

Müssen wir Hans-Joachim Roedelius noch vorstellen? 82 Jahre jung, über 100 Alben in fast 50 Jahren, legendäre Figur der Elektronik-Avantgarde der 70er-Jahre. Arnold Kasar (fast 40 Jahre jünger), hat in den 90ern auf dem Jazzanova-Label Sonar Kollektiv die Grenzen zwischen Clubmusik, Jazz und Soul ein wenig durchlässiger gemacht. Ihre erste Zusammenarbeit, EINFLUSS, ist ein klassisches Ambient-Album. Beide spielen auf einem Klavier, dessen Hämmer dezent mit Filz präpariert wurden, sie spielen getrennt voneinander und gemeinsam, mal soliert Roedelius, mal Kasar, mal führt der eine, mal begleitet der andere, die dezente Ambience erzeugt Kasar auf analogen Synthesizern.

Es ist die Kommunikation zwischen zwei unterschiedlichen, aber geistesverwandten Musikern. Das alles ist hochmelodisch und zugänglich, aber halt auch melancholisch und introspektiv, zart und zerbrechlich und weit entfernt von der ­Leistungsschau, die Musiker quer durch alle Genres so gerne veranstalten. Natürlich ist EINFLUSS auch eine weitere offensichtliche Profilierungsmaßnahme des Klassik-Labels Deutsche Grammophon, um sich mit „artfremden“ Musikern zu schmücken und „neue Zielgruppen zu erschließen“.

 

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