Hop Along Bark Your Head Off, Dog


Saddle Creek/Cargo

Was diese Musikkritik-Portale in den USA nur an Hop Along finden, dass sie allenthalben euphorisch betextete Meldungen posten, die auf ein neues Lied des Quartetts aus Philadelphia hinweisen oder eine andere freundliche Geste dieser oberflächlich geradezu spektakulär unspektakulären Gruppe? Drei Alben hat die von Sängerin und Songwriterin Frances Quinlan angeführte Band bis dato gemacht, Spuren hat sie hierzulande aber nur für echte Trüffelhunde hinterlassen. Es ist ja auch einfach mal so, dass sie es neuen Hörern und Uni-Radio-Machern oder umhersausenden YouTube-Nomaden gar nicht gerade leicht macht, obwohl sie so freundlich und hell klingt.

Denn Frances schreibt ihre Songs im Kern immer noch, wie sie es als sogenannte Freakfolkerin getan hat, vor Jahren. Sie will was ausdrücken über sich und das Leben (Beziehungen, Tiere, Schriftstellerei, Krieg und inneren Frieden) und wenn es hier das Versmaß sprengt und sich dort ihre Stimme überschlagen muss, weil es nur dann den richtigen Ton trifft, dann ist das halt so.

Wie ihre Band dazu aber along hoppt und sich aus dieser zelebrierten Innerlichkeit ganz große Power-Pop- und Schepper-Momente oder ein wunderliches Kammerfolkspiel wie „How You Got Your Limp“ (name drop: Shelleyan Orphan, heute weitgehend vergessene britische Indie-Größe aus den 80ern) entwickeln, das macht Hop Along tatsächlich zu einem ziemlichen Ereignis. Man muss sich vielleicht nicht gleich den Kopf vom Hals bellen, aber anschlagen als Trüffelhund Ihres Vertrauens möchte man schon.


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