Highlight: Warum Phil Collins Euren blanken Hass nicht verdient hat

Kliffs Temporary Cures


K & F Records/Broken Silence (VÖ: 6.12.)

Mark Berubé (Gesang, Gitarre, Keyboards) kennt dieses gemeinsame Unterwegssein und das Zu­sam­mentun für ein Projekt, nenn’s Platte. Berubé begleitete Sophie Hunger auf deren Album THE DANGER OF LIGHT, anschließend tourten sie gemeinsam durch die Schweiz. Mit Kristina Koropecki (Cello, Zither, Gesang) spielte er schon vor zehn Jahren in Montreal zusammen, 2018 trafen sie sich in Berlin wieder und gründeten das Duo Kliffs, das sich jetzt auf diesem Debüt einer barocken, wenngleich wenig feierlichen Version des guten Liedes verschreibt.

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TEMPORARY CURES hätte eigentlich in jedem Jahr nach, sagen wir, 1985 entstanden sein können, „Outside Of Cool V2“ heißt ein Song, und das ist vor dem zeitlichen Hintergrund fast Programm. Ein Groove, den man bei Phil Collins geklaut haben könnte und eine durch den Hallraum ziehende E-Gitarre bilden das Fundament für die Stimmfahrt des Sängers – Musik für das Ende eines Krimis, on the road.

Es gibt aber auch ein anmutiges Streicher-Instrumental („Ampersand“) und toll vermurmelte Lieder zur Akustischen, die größte Nähe stellen Kliffs grundsätzlich her, wenn sie im vollen Ornat, mit Cello, Gitarre und Streicher, ihre Songs betreten. Und sich durch die Zeit treiben lassen.

TEMPORARY CURES im Stream hören:


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