Highlight: Die besten Kopfhörer im Überblick

„The Dash“: Kickstarter-Kampagne sammelt Geld für die Kopfhörer der Zukunft

Wer heute sämtliche Möglichkeiten seines Smartphone ausnutzen will, trägt mitunter jede Menge technisches Beiwerk mit sich herum. Kopfhörer für den Musikgenuss, ein Headset zum Telefonieren, Arm- und Brustbänder für die Sports-Tracking-App. Sollte ein Unternehmen aus München mit seinem Projekt Erfolg haben, benötigen wir für all das bald nur noch ein Gerät.

Erst vor wenigen Tagen hat das in München ansässige Unternehmen „Bragi“ auf der Crowdfunding-Plattform „Kickstarter“ eine Kampagne gestartet, mit dem Ziel Geld für eine neue Art des Kopfhörers zu sammeln. Unter dem Namen „The Dash“ will das erfahrene Team aus insgesamt 15 Designern, Programmierern und Ingenieuren einen Kopfhörer produzieren, der sämtlichen Ansprüchen eines Smartphone-Nutzers gerecht werden soll.

„The Dash“ präsentiert sich in der Form eines kompakten, kabellosen In-Ear-Headsets und kann sowohl mit Telefon als auch solo benutzt werden. Im Gerät ist ein MP3-Player mit vier Gigabyte Speicher verbaut. Verbunden mit dem Telefon wird „The Dash“ zum Headset, telefoniert werden kann dabei über ein „Ear-Bone-Microphone“, das den Schall der gesprochenen Worte über die Knochen des Mittelohres aufnimmt.

Auch an Sportler mit Ehrgeiz wurde gedacht. Ausgeklügelte Infrarot-Technik bestimmt Vitalfunktionen wie Herzrate, Körpertemperatur oder Sauerstoffsättigung über Blutgefäße im Ohr. Beschleunigungsmesser ermitteln unter anderem Geschwindigkeit, Entfernung und Höhenmeter. Alle Informationen sagt das Gerät auf Knopfdruck auch an. Ausgeschaltet wirkt „The Dash“ wie ein Paar Oropax und unterdrückt Umgebungslärm. Alternativ kann man das Gerät auch auf Durchzug schalten. Es lässt dann dank spezieller Mikrofone sämtliche Geräusche durch, als hätte man kein Headset im Ohr.

Gesteuert wird „The Dash“ über ein touch-sensitives Trackpad. Als Zentrale für sämtliche Funktionen dient die hauseigene Bragi-App. Aber auch Software von Drittanbietern, wie Fitness-Apps, sollen problemlos unterstützt werden.

Auch wenn noch nicht klar ist, wann „The Dash“ marktreif sein wird, scheinen sich schon jetzt viele ein solches Gadget zu wünschen. In nur vier Tagen haben fast 3700 Interessierte via Kickstarter knapp 750.000 Dollar gespendet, knappe zwölf Stunden später waren es bereits mehr als eine Million Dollar. Das ursprüngliche Ziel waren 260.000 Dollar.

Die schlechte Nachricht: Die begrenzten Early-Bird-Angebote, bei dem ein Geldgeber sich für 179 Dollar ein Exemplar im Vorab sichern konnte, sind bereits aufgebraucht. Die gute Nachricht: Dank der großen Nachfrage könnte „The Dash“ tatsächlich bald in Serie produziert werden und dann auch im gewöhnlichen Handel erhältlich sein.


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