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„The Man Who Killed Don Quixote“-Kritik: Nach 20 Jahren endlich im Kino

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Bücher sind geschrieben worden und Dokumentationen gemacht über den endlosen Windmühlenkampf des einstigen Monty-Python-Mitglieds Terry Gilliam gegen die Mächte, die darüber entscheiden, ob er seine Filme so machen darf, wie er, der ewige Querulant und Freigeist, sie sich ausgemalt hat in seiner abgründigen Fantasie. Eigentlich ist kaum eines seiner Projekte reibungslos abgelaufen: „Brazil“, „Baron Münchhausen“, „Brothers Grimm“ und „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ waren schwierige Geburten, hatten zu leiden unter Finanzierung, Produzenten, Harvey Weinstein und dem Tod von Hauptdarstellern.

Aber keiner der Windmühlenkämpfe Gilliams war epischer als die Herstellung seines Leib- und Magenprojekts, eine Neuerzählung der Abenteuer von Don Quixote. Es ist der Albatross des nunmehr 77-jährigen Filmemachers. Vor 20 Jahren hatte er bereits mit dem Dreh des Films begonnen, mit Johnny Depp und Jean Rochefort in den Hauptrollen, musste dann aber abbrechen nach einer Reihe verheerender Naturkatastrophen und einem Bandscheibenvorfall seines Altstars. Regelmäßige neue Anläufe scheiterten, die Filme, die er in der Zwischenzeit machte, wurden zunehmend düsterer, bitterer und unnachvollziehbarer.

Nun hat es Gilliam doch geschafft, jetzt mit Adam Driver und Jonathan Pryce in den Hauptrollen, ein irrwitziger Metafilm, vorangetrieben vom Irrwitz und Schalk seines Machers und manchmal auch behindert von dem Bemühen, ein letztes (?) großes Statement sein zu wollen. Dass Gilliam auch jetzt wieder im Clinch mit dem Produzenten liegt, der die Auswertung des eigenen Films verhindern will, ist das Tüpfelchen auf dem I.

„The Man Who Killed Don Quixote“ startet am 27. September in den deutschen Kinos. 


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