U2 spielen Akustik-Version von „Sunday Bloody Sunday“

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Mit „Sunday Bloody Sunday“ setzten U2 einem der grausamsten Momente in der Geschichte Irlands/Nordirlands ein musikalisches Denkmal. Nun hat die irische Band zum 50. Jahrestag des blutiges Ereignisses, das unter dem Namen „Bloody Sunday“ in die Geschichte eingegangen ist, erneut an den schrecklichen Tag erinnert und eine Akustik-Fassung ihres Stücks ins Netz gestellt.

In einem Schwarz-Weiß-Video, das auf der Instagram-Seite von U2 gepostet wurde, spielen Frontmann Bono und Gitarrist The Edge den Klassiker von 1983, der auf dem Album „War“ erschien.

Vielen Fans der Band dürfte sofort auffallen, dass Bono den Text leicht geändert hat. In der letzten Strophe heißt es nun: „Here at the murder scene / The virus of fiction, reality TV/ Why so many mothers cry/ Religion is the enemy of the Holy Spirit guide/ And the battle just begun/ Where is the victory Jesus won?“

 

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Mit den Zeilen „30 January 2022 – With love, Bono & Edge” begleiteten die Musiker ihren Instagram-Post. Archivbilder des blutigen Sonntags im Jahr 1972 ergänzen das Video. Am 30. Januar 1972 wurden in der nordirischen Stadt Derry bei einem Protestmarsch gegen die Politik der britischen Regierung unter Edward Heath 13 Iren von Soldaten des britischen Parachute-Regiment erschossen und 13 weitere angeschossen. Daraufhin eskalierte der Nordirland-Konflikt.

U2 spielen „Sunday Bloody Sunday“ seit Veröffentlichung im Jahr 1983 konsequent live. Es gehört mit seinem einprägsamen Schlagzeugrhythmus und den Mitsingzeilen „How long, how long must we sing this song?“ zu den wichtigsten Songs der Band.

Nachdem U2 im November 2021 mit „Your Song Saved My Life“ nach langer Zeit ein neues Lied herausbrachten, betonte Gitarrist The Edge zuletzt, dass die Gruppe bereits an Material für einen Nachfolger von „Songs Of Experience“ (2017) arbeite. Bono meldete sich unterdessen mit überraschenden Ansichten über die Musik von U2 und dem seiner Meinung nach ungenießbaren Bandnamen zu Wort.

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de +++


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