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Übersicht: die neuen Funktionen des neuen Samsung-Telefons Galaxy S8

Das Rennen um die Vormachtstellung in der High-End-Smartphoneklasse geht in die nächste Runde. Ein halbes Jahr bevor Apple sein iPhone 8 (beziehungsweise das „iPhone Edition“) voraussichtlich im September vorstellt, hat Hauptkonkurrent Samsung mit dem Verkauf seiner neuen Flaggschiffe Galaxy S8 und Galaxy S8+ begonnen. Seit dem 30. März 2017 können die Smartphones vorbestellt werden. Hier erfahrt Ihr, ob sich die Anschaffung für Euch lohnt.

Das neue Infinity-Display

Samsung nennt die in seinen neuen Smartphones verarbeiteten Bildschirme „Infinity Display“. Der Grund: Das Telefon wirkt an den langen Kanten, als würde es ausschließlich aus der Super-AMOLED-Anzeige bestehen. Das Prinzip des gebogenen Bildschirms setzt Samsung in seinen neuen Galaxy-Telefonen also standardmäßig ein, eine separate „Edge“-Bauform ist damit obsolet geworden.

https://www.youtube.com/watch?v=D8Ert5yjMV4

Kooperation

Sowohl in das Samsung Galaxy S8 (5,8 Zoll) als das Galaxy S8+ (6,2 Zoll) sind Displays mit einer Auflösung von 2.960 x 1.440 Pixel Pixeln verbaut, was in der „kleinen“ S8-Variante eine Pixeldichte von 567 ppi bedeutet. Zum Vergleich: Auf dem Display vom Smartphone Google Pixel finden maximal 534 Pixel pro Inch Platz. Beim aktuellen iPhone 7 sind es 401 Pixel (in der Plus-Variante).

Audio-Streaming über Bluetooth

Im Vergleich zum Vorgänger Bluetooth 4.2 verspricht die fünfte Generation des Drahtlos-Standards deutliche Verbesserungen:

  • Niedrigere Latenz
  • Doppelte Geschwindigkeit
  • Vierfache Reichweite (bis zu 240 Metern)​

Um von diesen Vorteilen zu profitieren, muss natürlich auch das Empfangsgerät Bluetooth 5 unterstützen. Der Bandbreiten-Zuwachs beschert jedoch weitere Vorteile. Das Samsung Galaxy S8 wird sein Audio-Signal jetzt an zwei Audio-Empfänger (Kopfhörer oder Lautsprecher) gleichzeitig senden können.

Mit dem neuen Samsung-Flaggschiff könnt Ihr also künftig nicht nur mehrere Zimmer in der Wohnung zeitgleich beschallen, praktisch ist diese Option auch unterwegs, wenn Ihr Videos zu zweit, ohne Kabelsalat und lästige Adapter sehen wollt.

Split Screen

Seit der Einführung des Android-Betriebssystems Nougat können Mobiltelefon-Nutzer mehrere Apps zeitgleich auf dem Bildschirm anzeigen.So ist es zum Beispiel möglich, ein Video anzusehen und gleichzeitig eine Nachrichten-App zu nutzen. Samsung hatte diese Option seinen Nutzern schon zuvor unter dem Begriff „Multi Window“ nutzbar gemacht. Gegenüber anderen Nougat-Geräten besteht hier also kein Vorteil mehr. iOS jedoch bietet echtes Multitasking mit parallel angeordneten Fenstern nur für Tablets an.

Neuer Assistent: Bixby

Neben Siri (Apple), Alexa (Amazon) und dem Google Assistant schickt nun auch Samsung einen persönlichen Assistenten ins Rennen: Bixby. Das Helferlein Bixby muss allerdings noch Deutsch lernen. Deshalb ist es für Nutzer hierzulande nicht beziehungsweise nur eingeschränkt nutzbar, sofern sie nicht auf Koreanisch, Chinesisch oder Englisch damit kommunizieren möchten. Erste Eindrücke haben gezeigt, dass Bixbys künstliche Intelligenz wohl (noch) nicht mit der des Google Assistant mithalten kann. Nachdem auf dem Samsung Galaxy S8 das Betriebssystem Nougat läuft, steht aber der Assistant ebenfalls bereit, falls der Nutzer einmal eine Frage an sein Telefon hat. Der dedizierte Bixby-Hardware-Button am Smartphone bleibt allerdings dem Samsung-Assistenten vorbehalten.

Sicherheit

Iris-Erkennung

Das Samsung Galaxy S8 erweckt die Iris-Erkennung wieder zum Leben, nachdem es die explodierenden Akkus des Galaxy Note 7 es in die temporären Jagdgründe geschickt hatten. Der Iris-Sensor, der aus einer eigenen Frontkamera und einer Infrarot-LED besteht, scannt die Iris des Anwenders ein, digitalisiert die Daten und speichert die unverwechselbaren biometrischen Daten verschlüsselt ab. Somit ist wie bei einem Fingerabdruck sichergestellt, dass nur autorisierte Nutzer auf die Apps des Telefons zugreifen können.

Gesichtserkennung

Neben der Iris-Erkennung ist das neue Samsung Galaxy S8 außerdem in der Lage, das Gesicht seines Besitzers zu erkennen. In ersten Tests hat sich diese Methode zum Entsperren des Telefons als einfachste Variante ausgezeichnet. Jedoch gilt diese Methode auch als äußerst unsicher, da sich die Gesichtserkennung auch mit Fotos austricksen lässt. Zu sehen ist das unter anderem in diesem spanischen Video (ab Minute 9:00):

Fingerabdruck-Sensor

Wie schon von vielen anderen Android-Smartphones bekannt, ist der Fingerabdruck-Sensor nun auch beim Samsung Galaxy S8 auf die Rückseite des Telefons gerutscht. Wenn der Nutzer also auf den Sensor neben der Frontkamera tippt, kann er beispielsweise das Telefon entsperren. Der Sensor ist verhältnismäßig weit oben am Telefon platziert, was

Der Speicher

Die in Europa verkauften Modelle werden mit vier Gigabyte Arbeits- und 64 Gigabyte Flashspeicher ausgestattet. Der interne Speicher kann mit einer Micro-SD-Karte ergänzt werden. iPhone und Google Pixel verzichten auf diese Erweiterung, um die Performanz von Apps auf hohem Niveau zu halten. Nachdem 64 Gigabyte für installierte Apps jedoch ohne Weiteres ausreichen sollten, erscheint die mögliche Erweiterung zum Abspeichern von Videos, Fotos und Musik sinnvoll.

Der Akku

Im Samsung Galaxy S8 wurde ein Akku mit 3.000 Milliamperestunden (mAh) verbaut, im S8 Plus sind es 3.500. Die Akku-Leistung ist schon beim „kleinen“ S8 höher als die von iPhone 7 (1.960 mAh) und beim Google Pixel (2.700). Jedoch wird mitunter befürchtet, dass die mächtigen Samsung-Displays deutlich mehr Strom verbrauchen als die der Konkurrenten. Die Akkulaufzeit beim Galaxy Note 7 war jedoch bei ähnlichen Werten erstaunlich hoch.

Die Kameras

Hauptkamera

Für die Kamera auf der Rückseite wurde zwar ein neuer Bildsensor verwendet, die restlichen Daten sind jedoch mit denen des Galaxy S7 identisch: 12 Megapixel bei einer Blende von f/1.7. Auch die optische Bildstabilisierung sorgt weiterhin für wackelfreie Bilder.

Frontkamera

Die „Selfie-Kamera“ löst bei gleicher Blende mit 8 Megapixeln auf. Verbesserung gegenüber dem Samsung Galaxy S7: Auch die Frontkamera verfügt jetzt über einen Autofokus.

Nutzung als Computer mit der DeX Station

Die „DeX Station“ macht aus dem Samsung Galaxy S8 einen Desktop-Computer
Die „DeX Station“ macht aus dem Samsung Galaxy S8 einen Desktop-Computer

Mit der DeX Station könnt Ihr über „Samsung Galaxy Desktop“ auf einen großen Bildschirm Word und Excel problemlos nutzen, ohne einen PC anschaffen zu müssen. Mit der DeX Station ist es laut Hersteller-Angaben möglich, Bildschirme mit einer nativen Auflösung von bis zu 3.840 x 2.160 Bildpunkte an den HDMI-Port anzuschließen. Über die beiden USB-2.0-Buchsen können beispielsweise Tastatur und Maus mit der DeX Station verbunden werden, aber auch die Verwendung eines USB-Sticks ist möglich. Außerdem verfügt die DeX über einen Ethernet-Anschluss, mit dem man Zugriff auf kabelgebundene Netzwerke bekommt.

Der neue „Home Button“

Der mechanische Home-Button wurde ersetzt durch einen virtuellen Software-Button, der in der Anzeige eingebaut ist. Die „Taste“ besteht aus einem Druck-Sensor, Feedback erhält der Nutzer durch Vibration (ähnlich dem 3D-Touch-System beim iPhone 7). Die Integration des Home-Buttons ins Display ermöglicht es dem Hersteller, eine höhere Bildschirmdiagonale zu ermöglichen, ohne die Außenmaße des Telefons erhöhen zu müssen. Darüber hinaus ist der Home-Button „always on“ und auch bei ausgeschaltetem Display sichtbar. Dank AMOLED-Technik sollte das aber so gut wie keine Auswirkungen auf den Stromverbrauch haben.

Rechenleistung

Die neuen Telefone setzen hierzulande auf einen von Samsung entwickelten System-on-a-Chip (SoC) vom Typ Exynos 9 (8895). Dieser verfügt über acht Rechenkerne, die jeweils zur Hälfte mit 2,3 und 1,7 Gigahertz getaktet sind. Beim US-Modell kommt der Snapdragon 835 von Qualcomm zum Einsatz.

Schutz vor Wasser und Staub

Das Gehäuse des Galaxy S8 ist bis zu einer Wassertiefe von 1,5 Meter wasserdicht (IP68-Zertifizierung). Damit ist der Schutz vor Wasser und Staub höher als bei den Hauptkonkurrenten Google Pixel und iPhone 7.

Preis und Verfügbarkeit

Das Samsung Galaxy S8 ist ohne Vertrag zum Preis von etwa 800 Euro zu haben. Das Galaxy S8 Plus kostet 900 Euro. Das Telefon kann seit dem 30. März vorbestellt werden und ist voraussichtlich ab 28. April verfügbar.

Technische Spezifikationen im Vergleich zu iPhone und Google Pixel

Die technischen Daten der drei Flaggschiffe stimmen in den meisten Bereichen überein. Lediglich bei der Display-Größe kann das Samsung-Telefon punkten.
Die technischen Daten der drei Flaggschiffe stimmen in den meisten Bereichen überein. Lediglich bei der Display-Größe kann das Samsung-Telefon punkten.

Fazit

Die Display-Maße beim Samsung Galaxy S8 im Verhältnis zur Größe des Gerätes beeindrucken, jedoch wirken Google Pixel und iPhone 7  insgesamt durchdachter und in der Bedienung intuitiver. Das neue Samsung Galaxy S8 lohnt sich für für alle, die das technisch derzeit fortschrittlichste Telefon in der Tasche haben wollen und bereit sind, dafür ein paar Euro mehr auf den Ladentisch zu legen.

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