Toggle menu

me.style

Suche

Nach Insolvenz: American-Apparel-Mitarbeiter protestieren nackt

von
Facebook Twitter Whatsapp Email

Am 8. November 2016 hat American Apparel in Deutschland einen Insolvenzantrag gestellt; kurz darauf auch der US-Konzern mit Hauptsitz in Los Angeles. Das Unternehmen, das Anfang der 2000er unglaubliche Umsätze einfuhr und bei Teens und jungen Erwachsenen auch dank seiner fairen Produktionsbedingungen in Kombination mit auffälliger, sexy Werbung beliebt war, machte in den vergangenen Jahren allerdings nur noch mit Skandalen auf sich aufmerksam.

Keine Waren-Lieferungen in American-Apparel-Filialen

Nun ist der US-Bekleidungshersteller offenbar pleite und hat einen weltweiten Waren-Lieferstopp eingelegt. Die Mitarbeiter fordern allerdings weiterhin die Auslieferung von Waren, denn: weniger Ware bedeutet auch weniger verkaufte Ware ergo Förderung der Insolvenz und somit keine Abfindungen für Angestellte beziehungsweise schlimmstenfalls keine Löhne. Auf dieses unfaire Verhalten des Textilkonzerns, der im Jahr 2014 noch einen Umsatz von 600 Millionen Euro machte, machen nun viele der insgesamt weltweit 10.000 Mitarbeiter mit Protesten aufmerksam – im Netz und in den Stores, teilweise halbnackt.

Nackt-Protest von American-Apparel-Angestellten

#aaselfie #americanapparel #americanapparelusa #goodethics #fashion #ootd #fairfashion #nothingtowear #nothingtosell #saveaanow#gildan

A photo posted by LEGALIZE American Apparel (@americanappareleu) on

Nackt-Protest im Netz

Auch in den sozialen Netzwerken fordern die Mitarbeiter des Textilkonzerns American Apparel auf, Verantwortung für seine Mitarbeiter zu übernehmen. Nach deutschem Arbeitsrecht erhalten fest angestellte Mitarbeiter bei insolvenzbedingter Kündigung immerhin eine Lohnfortzahlung gemäß der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist (wenngleich keine Abfindung). In den USA und Kanada kann Angestellten hingegen von einem auf den anderen Tag gekündigt werden; ohne Lohnfortzahlung oder Abfindung. Da American Apparel in der Vergangenheit stets mit sozialer Verantwortung geworben hat, erscheint dieses Verhalten des Konzerns gegenüber seinen Angestellten besonders dreist. Statt Fair Trade gibt’s daher nun Mitarbeiter, die auf Instagram mit Schildern auf denen „unfair trade“ steht posieren:

Mitarbeiter weltweit fordern den Konzern auf, wieder Waren in die Stores zu versenden, damit die Insolvenz womöglich noch abgewendet werden oder zumindest nicht künstlich beschleunigt werden kann.

#americanapparelwholesale #aaemployees #americanapparelusa #americanapparel #aaselfie #ootd #nothingtosell #saveaanow#gildan

A photo posted by LEGALIZE American Apparel (@americanappareleu) on

No boxes for xmas?! Really??!! #goodethics #americanapparel #americanapparelusa #fashionblogger #fashionblog #fashion #aaempmoyees

A photo posted by LEGALIZE American Apparel (@americanappareleu) on




Werdet jetzt Fans auf Facebook!
Facebook Twitter Whatsapp Email