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Meek Mill
Dreams & Nightmares
Das Debüt des Rappers aus Philadelphia: eine zerfahrene Angelegenheit.
Foto:
Maybach Music/Warner
Meek Mill "Dreams & Nightmares"
Turbokarriere im Windschatten eines Rap-Schwergewichts: Liest
sich auf dem Papier super, klappt aber in den seltensten Fällen.
Meek Mill hat es geschafft. In weniger als zwölf Monaten hat sich
der ehemalige Freestyle-König aus Philadelphia von seinem Mentor
Rick Ross emanzipiert und ist vom Sidekick zum Star gereift, mit
eigenen Hitsingles („Tupac Back“, „I’m A Boss“) und eigener
Künstlerpersona.
Meek Mill ist der Radiorapper mit Skills, ein Mann mit markanter Stimme, markigen Sprüchen und marktgerechten Mitmachhooks. Sein Debüt Dreams & Nightmares ist dennoch eine etwas zerfahrene Angelegenheit. Stangenware im aktuell angesagten Trap-Stil („Believe It“ mit Rick Ross) wechselt sich ab mit pathetischem Poppopanz („Who You Around“ mit Mary J. Blige) – dem völlig missglückten Versuch, alles auf einmal abzudecken („Young & Gettin’ It“). Die Höhepunkte finden sich im Spannungsfeld dazwischen. So arbeitet der 25-Jährige auf „Traumatized“ eindrucksvoll den Mord an seinem Vater auf und singt auf „Lay Up“ dem Luxusleben ein hübsches Loblied. Mit gründlicher iTunes-Hygiene kann man hier also durchaus Spaß haben. Aber auch wirklich nur damit.