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10 Serien, die viel zu viele Staffeln haben

  • Scrubs

„Scrubs“ wird gerne und oft nachgetrauert. Nicht falsch verstehen: Die Serie war in guten Momenten großartig und schaffte es, eine davor ungekannte Dramedy-Mischung salonfähig zu machen. Und dennoch finden wohl auch eingefleischte „Scrubs“-Fans, dass J.D. und Turks Adventures In The Real World zu spät geendet haben.

Verheiratet und mit Kindern ist es halt nicht mehr so lustig, ein tollpatschiger Tagträumer mit furchtbaren Arbeitszeiten zu sein. Und Image-Wandel innerhalb der selben Serie sind schwierig bis unmöglich zu vollziehen. Von den Grauen der „Scrubs Med School” wollen wir erst gar nicht anfangen.

  • The Simpsons

Die Simpsons sind Kult. Und kopieren sich in Plotlines und Pointen seit Jahrzehnten selbst. Ohne, dass das Kultverständnis rund um die gelbe Zeichentrickfamilie je aufgehört hätte.

Es ist, als ob die Macher nicht verstanden hätten, dass es die guten, alten, gesellschaftsrelevanten Simpsons auch dann noch gibt, wenn man die schlechten, neuen Karikaturen ihrer selbst einfach zu Grabe trägt. Simpsons-Mastermind Matt Groening hatte mit seiner neuen Netflix-Serie „Disenchantment“ schon genug Gelegenheit zu beweisen, wie unlustig er (geworden) ist.

  • Grey’s Anatomy

Die Serie um die Chirurgie-Anfängerin Meredith Grey ist drauf und dran, die am längsten laufende Krankenhaus-Dramaserie zu werden. 15 Staffeln (und dabei einen – fast – rundum erneuerten Cast) umfasst die Serie mittlerweile – genauso viele wie die in den 90ern gestartete Kultserie „Emergency Room“. Feeling old yet?

„Grey’s Anatomy“ verlor über die letzten Staffeln hinweg dermaßen an Charme und „Je ne sais quoi”, dass selbst die meisten Hauptdarsteller, die die Serie einst erst zu bekannten Gesichtern machte, nicht mehr mitmachen wollten. Sagt das allein nicht schon genug aus?

  • How I Met Your Mother

War mal wahnsinnig witzig und voller Referenzen, die in unser aller Alltag eingeflossen sind. Die „Wooh-Girls” und der „Cheerleader-Effekt” waren lange legend… wait for it… dary. Diesen Erfolg wollte die Serie rund um Ted Mosby, der seinen zwei Kindern in Rückblenden erzählt, wie er ihre Mutter kennengelernt hat, bis zum letzten Tropfen auskosten.

In der letzten und neunten Staffel der Serie werden die Ereignisse von drei Tagen in ganzen 24 Folgen erzählt, während in der letzten Folge zentrale Plotpunkte einfach final über den Haufen geworfen werden. Die Macher der Serie hatten zu Beginn angeblich ein anderes Ende geplant. Wir hätten uns das auch anders gewünscht.

  • Orange Is The New Black

Anfangs orientierte sich die Netflix-Serie inhaltlich an einem autobiographischen Roman von Piper Kerman, die ein Jahr im Gefängnis verbracht hat. Dann war der Erfolg da, die Romanvorlage zu Ende, und von da an ging es nur noch bergab: Die Geschichte mancher Charaktere wird großflächig ausgerollt und nie zu Ende erzählt, ein unplausibler Handlungsstrang jagt den nächsten. Man hätte aufhören sollen, als es noch schön war. Zum Glück ist die kommende siebte Staffel die letzte. 

  • The Big Bang Theory

Ein Hoch den Serienmachern, die endlich eingesehen haben, dass es eigentlich längst genug war. Nur mehr bis Anfang 2019 muss man als Serienschauer die Existenz dieser Serie tolerieren, danach können wir sie wohl langsam aus unserem kollektiven Gedächtnis löschen. Wenn der Sender ProSieben, der „The Big Bang Theory“ wohl aufgrund der herausragenden Einschaltquoten seit Jahren beinahe in Dauerschleife ausstrahlt, einen lässt.

Sexismus und Rassismus unter dem Deckmantel der Nerd-Opferrolle. Dass das jemals jemand ohne Nachzudenken lustig gefunden hat, sollte uns allen zu denken geben.

  • Galileo

Am 30. November könnte man 20 Jahre „Galileo“ feiern. Im „Wissensmagazin” von ProSieben wird der Begriff „Wissen” nicht so genau genommen: Keiner von uns wollte wirklich wissen, welches Restaurant nun wirklich den größten Burger Deutschlands herstellen kann oder wie viele „Fakten” über Chupa Chups man kennen kann (Fünf, laut „Galileo“).

Unsere Theorie: „Galileo“ läuft zu einer Zeit, in der viele Menschen von der Arbeit heimkommen und kurz ihr Hirn entspannen wollen, und genau dafür wurde „Galileo“ auch konzipiert. Vielleicht sollten wir in Zukunft zwecks Entspannung einfach lieber Musik hören.

  • Two And A Half Men

Die Serie, die bei uns auch unter dem Titel „Mein cooler Onkel Charlie” lief, ging auch ohne den coolen Onkel Charlie Sheen weiter. Und zwar noch vier ganze Staffeln lang. Nach einem Disput mit dem Produzenten der Serie, Chuck Lorre, wurde Sheen, der sowieso mit seiner Drogenabhängigkeit zu kämpfen hatte, einfach rausgeworfen.

Ersetzt wurde er durch Ashton Kutcher. Dieser raubte der Serie, in der es ursprünglich um den chauvinistischen Frauenhelden Charlie Harper ging (was sexistische und auch sonst in jeder Form unpassende Inhalte rechtfertigte), das letzte bisschen zweifelhaften Charme.

  • Supernatural 

Sam und Dean Winchester kämpfen schon seit 14 Staffeln gegen das Böse. Und dagegen, selbst ein Teil davon zu werden. Die Serie war zu ihren besten Zeiten richtig gruselig. Diese Zeiten sind aber schon lang vorbei – die Macher wiederholen sich, neue Ideen sind Mangelware. Die Serie ist tot.

  • 2 Broke Girls

Eine Serie um zwei mittellose Kellnerinnen in New York. Eine davon ist street-smart und immer schon bankrott, eine verlor das Vermögen ihres Vaters, als dieser wegen Betruges hinter Gitter musste. Die beiden schließen sich zusammen, um ein Cupcake-Business zu eröffnen.

Seichte Comedy mit vielen netten Witzchen. Nur: Irgendwann haben die Protagonistinnen das Geld, eröffnen einen Cupcake-Stand, und der Blödsinn hört immer noch nicht auf. Und da das Grundgerüst der Serie darin besteht, dass die beiden Hauptcharaktere aufgrund von Geldnot in brenzlige Situationen geraten, kann auf Handlungsebene auch nicht viel Neues passieren. Die Witze werden schlechter, während es immer noch keinen echten stringenten Plot gibt. Wenn es mit den Ambitionen zur Serie doch nur beim Cupcake-Stand geblieben wäre.

Netflix-Serien, die lieber gar nicht existieren sollten, findet man hier.


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