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5 Newcomer, die Ihr diesen Monat auf dem Radar haben müsst

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Leikeli47

Missy mit Maske: Die Rapperin verbindet unwiderstehliche Hooks mit feministischem Feingefühl.

Es ist erst wenige Wochen her, dass Leikeli47 ihrem Bruder gegenübersaß, zwischen den beiden eine Portion Chicken Wings, um ihm ein Geheimnis zu eröffnen: Sie hätte da vor einigen Jahren ein Musikding gestartet, ein paar Tracks ins Internet hochgeladen, nichts Großes, aber spätestens seit Jay-Z sich als Fan geoutet hat und Skrillex und Diplo ihr einen Silvesterauftritt im „Madison Square Garden“ ermöglicht haben, auch nichts allzu Kleines mehr. Ihr Bruder war frisch aus dem Gefängnis entlassen worden und hatte keine Ahnung von dem Musikding seiner Schwester. „Es war schön, dass er es von mir erfahren hat und nicht von irgendwem“, sagt Leikeli. „Und er liebt alle meine Tracks!“

Das ganze Portrait über Leikeli47 gibt es in der Musikexpress-Ausgabe 11/2017.

Klingt wie: Missy Elliott, Pusha T, Azealia Banks

Lean Year

Der zarte Folkrock des Duos wirkt wie aus der Zeit gefallen und ist doch so nah am Zeitgeist, dass es einem den Atem verschlägt.

Der Zufall brachte sie zusammen. Rick Alverson war gerade an der Endproduk­tion eines Filmes beteiligt, Emilie Rex schrieb für ein brasilianisches NGO­-Projekt. Über Freunde in Richmond, Virgi­nia begegneten sie sich das erste Mal. „Wir konnten uns über all das austau­schen, was uns beschäftigte“, erinnert sich Rex. Die Liebe zum minimalistischen Folk einer Elizabeth Cotton und Künstlern wie Nina Simone sowie dem barocken Pop von Bands wie The Left Banke verbindet sie.

Das ganze Portrait über Lean Year gibt es in der Musikexpress-Ausgabe 11/2017.

Sequoyah Tiger

Was: Leila Gharib mag Wortneuschöpfungen und macht damit unkategorisierbaren DIY-Pop.
 Der klingt mal futuristisch, mal sphärisch, dann wieder verträumt, und ab und an quietschen sogar ein paar glückliche Chipmunks mit.

Woher: Verona, Italien.

Warum: Weil Popmusik selten so auf Regeln scheißt und sich so unkoordiniert entfaltet wie in den Songs von Sequoyah Tiger. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass die musikalischen Wurzeln der Italienerin in der Performance-Kunst liegen.

Superorganism

Was: Ein unübersichtliches, anscheinend achtköpfiges Kollektiv von Weirdos, das es mit „Something For Your M.I.N.D.“ geschafft hat, den verschollen geglaubten Popkultur-Gegenstand namens Indie-Hit wiederzubeleben.

Woher: Neuseeland, Australien, Sängerin Orono ist Japanerin.

Warum: Weil alles so schön schrill ist. Nicht ohne Grund nennen Superorganism ihre Musik „Electric Collage“ – dass das stimmt, merkt man spätestens, wenn man sich passend zur Musik ihre Brainfuck-Videos und Website-Kunst im Beepworld-Knuddels-Retro-Look anschaut.

Hope

Was: Man muss es wohl Schmerzensmusik nennen. Die Stücke der Band schwanken zwischen Dark-Pop, Postrock und Ambient. Die bedrohlichen Noise-Gitarren und dicht aufgeschichteten Synthie-Rauchwolken schnüren einem schon die Kehle zu, bevor man auf die düsteren Texte achtet.

Woher: Berlin-Neukölln.

Warum: Weil der Bandname seine Berechtigung in den kleinen musikalischen Lichtstrahlen findet, die für überraschend viele Nuancen und Spannungsbögen sorgen. Die Stimmungen sind nicht einfach finster. Sie sind rabenschwarz, nachtblau, anthrazitgrau, dunkelrot.

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