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ME 11/2017

Der neue Musikexpress mit Sex Pistols, Kelela, Liam Gallagher und den 50 besten Punk-Platten – jetzt am Kiosk!

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Als Steven Patrick Morrissey, 58, Mitte September mit seinem ersten Tweet ever tiri- und brillierte, der davon kündete, dass er an diesem Montag in seinen Federn geblieben war, stöhnte die gesamte Menschheit auf: Ach, hätte sie das doch auch gemacht, es ihm, dem Moz, sowie John, Yoko und der jungen Nena („Ich bleib im Bett“, so ziemlich ihr bestes Stück!) nachgetan. Es kommt, mit Blick aufs Panorama, ja auch nur selten etwas Vernünftiges dabei heraus, wenn der Mensch sein Lager verlässt. Er testet dann Wasserstoffbomben, wirft Plastik ins Meer, rennt auf eine Montagsdemonstration, streamt was oder schaltet Facebook an, raucht Crack, schlachtet ein Tier oder vermenschelt seinen Hund, vielleicht sagt er sogar seine Meinung.

Als wir allerdings bemerkten, dass Morrissey gar nicht mit horizontalem Vorbild vorangehen, sondern nur für seine neue Single „Spent The Day In Bed“ werben wollte, wälzten wir uns desillusioniert aus den Betten, stiegen in unsere Stinkstiefel und produzierten doch noch einen neuen Musikexpress. Und den wollen wir nun ganz selbstbewusst neben Wasserstoffbombentest, Weltmeervermüllung und der vielen Wut als das deutlich kleinere Übel anpreisen!

Sich Punkrock auf die Ohren schlagen, bis Blut herausläuft. Sich außerdem von Juan Atkins was über Techno, Dan Bejar über Hollywood, Kelela über Sex und Politik und von Maurice etwas davon erzählen zu lassen, welche Power ihn in allen Gassen summen und brummen lässt. Sich außerdem von Chuckamuck einfach mal deren Künstler-Kojen zeigen zu lassen – das könnte doch auch heute noch als ambitioniert-unterhaltsamer Musikjournalismus durchgehen, der Sie leserseits aus Ihren Betten bewegt. Nur bei der jungen Nena hätten wir wohl keine Chance gehabt. Die maulte vor 34 Jahren: „Die Stones spielen vorm Haus, und das Heer tanzt Ballett – mich kann heut nichts reizen, jede Action wäre Stress.“ So was nennt sich also Stones-Fan!? Soll sich lieber ein Beispiel an unserem Chefredakteur nehmen. Der reiste sogar extra nach München. Der würde sogar zum Jagger joggen, wenn es sein müsste!

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Sex Pistols: Das Ende des 20. Jahrhunderts

Als NEVER MIND THE BOLLOCKS, THE SEX PISTOLS vor 40 Jahren erscheint, kennt man die meisten Songs darauf schon. Außerdem besiegelt die Platte auch ideell das Ende der Sex Pistols: Jetzt sind sie kein subversiver Mythos mehr, jetzt sind sie eine Rockband. Und das ist natürlich absolut ausgeschlossen. Ein Rückblick auf den Herbst 1977, als das vielleicht wichtigste Musikalbum des 20. Jahrhunderts endlich erschien…

 

Die 50 besten Punkplatten von damals bis heute

Zur Feier des 40. Jahrestags der Veröffentlichung von NEVER MIND THE BOLLOCKS …, der wichtigsten, vielleicht auch besten Punkplatte ever, haben wir ein wenig aufgestockt und unter Mithilfe eines ansehnlichen Fachleute-Gremiums diese Liste zusammengestellt. Das war nicht einfach: Was ist Punk(rock), was nicht (mehr)? Warum finden diese – Sie wissen welche – Platten von The Slits, Fugazi, Mudhoney, den Zitronen oder Stranglers hier nicht statt, Hüsker Dü, Big Black oder der grobe „Bullenstaat“-Unsinn von Die Ärzte hingegen schon? Schreiben Sie uns, mailen Sie uns, rufen Sie uns an oder rotzen Sie uns vor die Tür – vielleicht versuchen wir es Ihnen zu erklären. Aber denken Sie daran: „Nicht mitzumachen, einen Scheiß darauf zu geben: Das ist Punk.“ (T. Kasper)

Kelela: Black Girl Brainfuck

In den futuristischen R’n’B-Songs ihrer Debütplatte erzählt Kelela von Liebe und Sex aus der Perspektive einer schwarzen Frau, die sich so verletzlich wie dominant gibt. Daraus ergeben sich mitunter komplizierte Fragen. Und wunderbar erhabene Musik.

Destroyer: Jeder Song ein Trailer

Seit mehr als 20 Jahren spielt Dan Bejar mit Destroyer eine verwirrend versponnene Musik. Der Klang dieser Band ändert sich permanent, das Gesamtwerk ufert aus, bei aller Brillanz. Doch eigentlich bleiben die Bezüge des Kanadiers konstant. In der Welt seiner Songs dreht sich alles um die Filmkunst, wie man sie in Europa schätzt. Logisch also, dass Dan Bejar beim Namen des neuen Albums KEN nicht an Barbies Typen denkt, sondern an britische Sozialisten. Und den besten Song von Suede.

Juan Atkins: „Ich habe meine Musik schon immer Techno genannt”

Juan Atkins ist eine der Schlüsselfiguren des Detroit Techno. Der 55-Jährige gilt als Begründer und Namensgeber des Genres. Ein Gespräch am Rande der Musikexpress Klubtour in München, bei der Atkins neben DJ Hell aufgelegt hat.

Liam Gallagher: Lektionen in Demut

Für sein erstes Soloalbum AS YOU WERE hat Liam Gallagher Fremdpersonal ziemlich typische Gallagher-Songs schreiben lassen. Oasis-Fans dürfte das freuen. Aber wie finden sie es, dass sich Liam nach einer sehr schwierigen Phase in seinem Leben plötzlich sogar bescheiden und reflektiert gibt?

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  • Hüsker Dü – SAVAGE YOUNG DÜ 3 CD’S + Book
  • Filmmusik: Twin Peaks, Limited Event Series Soundtrack 180G 2 LP
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