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Alben der Woche: 23. – 29. April 2012

Platte der Woche: Actress – R.I.P.
„Die skizzenhaften Tracks brodeln in ihrer eigenen Unruhe und setzen auf den Überraschungsmoment. In ihrer leicht verstörenden Tendenz ist diese Platte längst nicht so bleischwer wie die EPs von zum Beispiel Andy Stott. Man kommt leichter hinein – wie in einen Irrgarten. Dann aber muss man sich erst einmal zurechtfinden – eine Aufgabe, die großen Spaß macht. Den Ausgang zu suchen, wird dabei eher zweitrangig. Wir finden in dem Irrgarten unter anderem „Jardin“, ein von Störgeräuschen ummanteltes Pianostück, das klingt, als würde man eine Kindermelodie von einer völlig abgenudelten VHS abspielen; und den dumpfen Beat in „Shadows From Tartarus“, aus dessen Sägeblattwind im Sekundentakt etwas Unbekanntes ins All aufsteigt. Verwirrung im großen Stil stiften auch das vor sich hin zuckende „Serpent“ und die klagenden Nebelschwaden von „Caves Of Paradise“.“ (ME-Praktikant Christopher Hunold)

B
Brendan Benson – What Kind Of World
Blek Le Roc – Blek Le Roc

D
The Dandy Warhols – This Maschine
Django Django – Django Django
„Django Django verstehen etwas davon, Altes neu zusammenzubauen. Denn eigentlich hat man alles auf dem Debütalbum der britischen Band schon mal irgendwo gehört – bei Talking Heads, Super Furry Animals und Hot Chip. Aber …  Wer jetzt meint, das sei problematisch, der befindet sich auf dem Holzweg. Drei Jahre ließen die Art-School-Absolventen seit ihrer ersten Single bis zur Fertigstellung ihres Albums verstreichen. Und das ist, wie es sich für ein ordentliches DIY-Produkt gehört, alles andere als perfekt. Fehler? Gerne! So flimmert ein Handy-Störgeräusch durch „Hand Of Man“, Fingerspitzen fahren hörbar über Saiten, der Harmoniegesang ist nicht immer ganz sauber und überdrehte Bässe dröhnen im Kopfhörer. Bei Django Django ist der Zufall Konzept und ungebremste Plattensammlerfreude der Antrieb.“ (ME-Autorin Vanessa Schneider)

Donots – Wake The Dogs

G
Gravenhurst – The Ghost In Daylight



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