Anti-Flags Justin Sane von noch mehr Frauen wegen sexuellen Missbrauch angeprangert


Insgesamt erheben 13 Frauen schwere Vorwürfe gegen den Anti-Flag-Sänger.

Justin Sane, Ex-Sänger der Punkband Anti-Flag, wird von mehreren Frauen der Vergewaltigung, des sexuellen Missbrauchs und des sexuellen Fehlverhaltens gegenüber Minderjährigen beschuldigt.

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Anti-Flag löste sich im Juli 2023 auf, nachdem eine Frau in einem Podcast den Sänger einer von ihr unbenannten Band beschuldigte, sie vergewaltigt zu haben. Obwohl er nicht bei Namen genannt wurde, bestritt Justin Sane (bürgerlich Justin Geever) diese Vorwürfe in einem Statement vehement, gerade nachdem in der Nachberichterstattung immer wieder sein Name mit der Erzählung assoziiert wurde und sich seine Band daraufhin trennte. Seine Aussage zu dem Fall: „Ich habe nie eine sexuelle Beziehung gehabt, die nicht einvernehmlich war, noch wurde mir jemals nach einer sexuellen Begegnung von einer Frau erzählt, ich habe auf irgendeine Art und Weise ohne ihre Zustimmung gehandelt oder sie auf irgendeiner Art missbraucht.“ Die Frau aus dem Podcastgespräch bestätigte jedoch in einem „Rolling Stone“-Bericht, dass es sich bei dem von ihr Beschuldigten um Justin Sane handelte.

Nun erheben 12 weitere Frauen ähnliche Vorwürfe gegen den Sänger. Ihre nicht einvernehmlichen Vorfälle sollen im Zeitraum von den 90ern bis 2020 stattgefunden haben. Sane soll dabei ein Muster gehabt haben: Von der Bühne aus suchte er angeblich Augenkontakt mit den Frauen und kam dann nach der Show auf sie zu. Dem „Rolling Stone“-Report zu Folge hatte Sane mehrfach Sex mit Minderjährigen, darunter auch mit einer Zwölfjährigen, als er selbst 17 Jahre war.

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Einige dieser sexuellen Begegnungen sollen gewalttätig und nicht einvernehmlich gewesen sein. So berichtet eine Frau, er habe sie angeblich gefesselt und dann missbraucht. Sie erstattete Anzeige bei der Polizei, wurde jedoch kürzlich informiert, dass diese den Fall nicht strafrechtlich verfolgen würde. Einzelheiten dazu sind aktuell nicht bekannt.

Mehrere der Frauen werfen den übrigen Mitgliedern der Band vor, Beistehende gewesen zu sein. Sie äußerten sich in einem Statement gegenüber dem „Rolling Stone“ zu diesen Vorwürfen: „Wir vertrauten darauf, dass alle, die in Verbindung zu der Band standen, ein sicheres und respektvolles Umfeld zu halten. Dass Täter:innen überall sein können, trägt nur dazu bei, wie wichtig es ist, dass Betroffene ihre Geschichten teilen … Des Weiteren sind wir der Meinung, dass alle Täter für ihre unangemessenen Taten büßen und zur Rechenschaft gezogen werden müssen.“ Sie selbst behaupten, ihr Vertrauen wurde „vollständig gebrochen“, und dass sie „verstört von dem Aufwand [sind], den es benötigte, diese Information vor ihnen zu verstecken.“

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Justin Sane machte bisher kein weiteres Statement zu den Vorwürfen.