Auf dem Musikexpress-Radar: Ben Howard

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Auf dem Cover seines Debütalbums Every Kingdom taucht Ben Howard in Richtung Meerestiefe ab. Dabei ist er doch längst an der Oberfläche angekommen, wo er dem Label Island Records ins Netz ging. Der begeisterte Surfer aus Devon im Südwesten Englands hat bereits mehr als die Hälfte seines Lebens im Wasser verbracht, fühlt sich aber auch mit der Gitarre in der Hand merklich wohl.

Zwei Tatsachen, die ihm Vergleiche mit Jack Johnson einbrachten, aber wenig mit dem jungen Engländer zu tun haben. Sein Folk-Pop ist zwar der Sonnenseite zugewandt, im Vergleich mit Johnson begegnet er seinen Songs auf lyrischer Ebene aber mit mehr Ernsthaftigkeit. Ganz der Naturbursche, bedient sich Howard einer bildhaften Sprache, die Begriffe aus Flora und Fauna aufgreift. Ob Meer, Wälder, Berge oder Wölfe – Howard besingt sie alle mit einer leicht rauchigen Stimme. Die für ihn typische Spieltechnik aus Fingerpicking und perkussiven Elementen bewegt sich dabei stets im Sicherheitsabstand zum Crescendo. Und das Herumklopfen auf dem Gitarrenkorpus? Howard führt dies auf seine Jugend zurück: „Ich bin hyperaktiv und habe schon als Kind immer auf dem Tisch getrommelt.“ Nun darf sein Publikum diese Gewohnheit beim Musikhören übernehmen. Im UK trommeln sie schon fleißig mit: Every Kingdom stand dort bereits in den Top Ten.

Fakten:
• Um den Traum vom Vollzeit-Musiker zu leben, brach Ben Howard sechs Monate vor dem Abschluss sein Journalismus-Studium ab und widmete sich fortan ganz der Musik.
• Howards Eltern leben auf Ibiza, wo es den Songwriter mit Affinität zum Meer nicht nur zum Surfen, sondern auch zum Schreiben hinzieht. 


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