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ME 02/18

Der neue Musikexpress mit großer Hotlist 2018, Tocotronic, Led Zeppelin und Haiyti – jetzt am Kiosk!

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Es folgt eine Nachricht der Printredaktion:

Wollen Sie wissen, wie man dem Fotoredakteur eines x-beliebigen Musikmagazins Kaltschweißtropfen auf die Stirn und den Gesichtsausdruck einer in die Steilwand geratenen Gämse ins Antlitz zaubert? Man pfeffert ihm eine Liste von fast 30 einigermaßen bis ziemlich unbekannten internationalen Künstlern und Kapellen auf den Tisch mit dem Auftrag, er möge doch all diese Menschen darum bitten, Selfies von sich für uns zu schießen – innerhalb von eineinhalb Wochen, gerne aber auch schneller! … Sagt man eigentlich Selfies „schießen“? Oder ist das zerofetzender Dadsprech?

Egal, der Kollege Kaaden jedenfalls, eben kein Fotoredakteur wie andere, nahm diese Bestellung entgegen wie er jede entgegennimmt: gleichmütig wie eine Gämse im sogenannten oberen Waldgürtel. Und dann hörte man auch schon die Mobiltelefonkameras surren drüben in England, droben in Skandinavien, in den weiten USA und in unserem schönen Deutschland. Süße wie spicy No-Filter!-Selfies trudelten bei uns ein wie ja eben bestellt und so können wir nun nicht nur die größte Hotlist präsentieren, die der ME je auf die Druckmaschine gepackt hat, sondern auch die erste, für die sich die Künstler selbst fotografiert haben. Diese Schnappschüsse (sorry, aber „Schnappschüsse“ ist ganz sicher ganz schlimmer Grandad-Sprech!) erzählen ja auch etwas darüber, wie diese jungen, „very very talented“ (Jimmy Fallon) Menschen sich selbst sehen und präsentieren wollen, wenn sie mal kein vielleicht weniger talented Promofotograf vor interessant gemusterten Häuserwänden hin und her schiebt. Ob Kollege Kaaden aber vielleicht doch insgeheim nervös wird, weil wir alsbald nur noch Selfies im ME veröffentlichen könnten, ist ja auch viel billiger, und sein feiner Berufsstand sich dann bald ganz erledigen würde? Kaum. Denn bevor das passiert, werden 30 einigermaßen bis ziemlich bekannte Redakteure entlassen und Texte wie diese hier von Textbots geschrieben, die mit den immer gleichen Bausteinen arbeiten, aber sie tun es gleichmütig wie eine Gämse im sogenannten oberen Waldgürtel.

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Hotlist 2018 – Die Selfie-Ausgabe

Wer sind die besten Newcomer im neuen Jahr? (Und warum klingen viele davon wie aus den 90ern?) Welche wichtigen Alben erwarten uns? Und welche großen Bands kommen uns auf Tour besuchen? In der größten Hotlist der ME-Geschichte steht wirklich absolut alles drin!

 

 

ME-Gespräch: Dirk von Lowtzow (Tocotronic)

Das kann man ja gar nicht über so viele Künstler sagen: Tocotronic waren immer eine interessante Band. Die Wirkprinzipien ihrer Alben veränderten sie häufig, fanden über die Jahre einen ganz eigenen Umgang mit Sprache. Der Parolenhaftigkeit der ersten Platten setzten sie ab der Jahrtausendwende verschlungene, bildreiche Alben entgegen, die meist einer Art von Konzept folgten. DIE UNENDLICHKEIT, das zwölfte Album von Dirk von Lowtzow, Jan Müller, Rick McPhail und Arne Zank, schlägt nun eine Brücke zwischen Gegenwart und Vergangenheit.

 

Haiyti: „Ich will euren Extra-Applaus nicht!“

Eigentlich macht Haiyti Gangsta-Rap – das merkt nur keiner. Oder nimmt es nicht ernst. Oder lässt sich von ihrer Stimme im süßen Auto-Tune-Modus in die Cloud-Rap-Einbahnstraße führen. Am Ende landet ihr Debüt MONTENEGRO ZERO ohnehin im großen Pop. Das ist ungewöhnlich, aufregend, aber vor allem: eine Rebellion gegen jegliches Stilempfinden, das zuvor den deutschen HipHop dominiert hat.

 

Nils Frahm: „Ich bin ein völlig krankes Beispiel für einen kompletten Kontrollfreak“

Synthesizer erzeugen orchestrale Dynamiken, der Beat pumpt von piano bis forte, der Ausdruck steht im Zeichen des Moments, und manchmal wird das Klavier mit Klobürsten bearbeitet: Nils Frahm macht elektronische Musik mit einem Handwerk, das man sonst nur aus der Klassik, dem Jazz oder dem Punk kennt. Das siebte Studioalbum des Solisten mit latenter Fuck-You-Attitüde, „ALL MELODY“, ist sein erstes, das im Berliner Funkhaus entstanden ist. Wir haben Nils im „Saal 3“ besucht.

 

AUSSERDEM IM HEFT

  • Selbstauslöser: Joan As Police Woman
  • Themeninterview: Rostam übers Fremdsein
  • ME-Helden: Led Zeppelin
  • Schnipo Schranke-Kolumne
  • Klassik & Techno: Bach als Remixer
  • Blind Date: Wu-Tang-Clan

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Dazu gibt’s wahlweise:

  • Tocotronic: DIE UNENDLICHKEIT, 180g, 2 LPs
  • Nils Frahm: ALL MELODY, 2 LPs
  • Calexico: THE THREAT THAT KEEPS US, 180g, Limited Edition, 2 LPs
  • 20-Euro-Gutschein von iTunes, Amazon, H&M, Zalando, IKEA oder jpc

DER NEUE MUSIKEXPRESS – AB DEM 11. JANUAR 2018 ÜBERALL ERHÄLTLICH!

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