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Der ‚NME‘ stellt seine gedruckte Ausgabe komplett ein

Die britische Musikzeitschrift NME stellt seine gedruckte Ausgabe mit sofortiger Wirkung komplett ein. Das gab das zuständige Medienhaus Time Inc. in einer Stellungnahme bekannt. Damit kommt der britischen Punkband Shame die zweifelhafte Ehre zuteil, das letzte Print-Cover des 1952 gegründeten Blatts zu schmücken.

Die Marke, so wird aus dem Statement der Time Inc. deutlich, wird weiter bestehen bleiben. Neben der Website NME.com sollen demnächst zwei Digitalradio-Stationen das Kerngeschäft ausmachen. Darüber hinaus wird in einem noch unbekannten Intervall die ‚NME Gold‘-Reihe eingeführt, in der ein komplettes Printmagazin einer legendären Band gewidmet sein wird.

Das Ende des NME als Printmagazin kommt zu einem Zeitpunkt, als die Zeitschrift längst ihre einstmalige Strahlkraft verloren hat. Während in den 1970er-Jahren noch wöchentlich über 300.000 Ausgaben über die britischen Ladentheken gingen, lag das Heft seit Juli 2015 als Gratisheft in Klamottengeschäften und Universitäten aus. Der NME sei so jedoch nicht mehr finanzierbar gewesen, wie Paul Cheal, Time-Inc-UK-Manager, in der Stellungnahme des Konzerns zugab.

„Leider sind wir nun an einem Punkt angelangt, an dem das Gratisheft nicht mehr zu finanzieren ist. Wir werden uns nun auf das Digitalgeschäft konzentrieren, um eine glänzende Zukunft für diese starke Marke zu sichern.“

 


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