Details aus der Pressekonferenz: Neues Festival in Mönchengladbach wird keine Wacken-Kopie

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Festivalveranstalter Marek Lieberberg möchte in Mönchengladbach ein neues Projekt starten.

„Nie zuvor habe ich zu einer Stadt und ihren Bürgern so schnell eine so tiefe emotionale Bindung gespürt.“ Große Worte von Marek Lieberberg, der in den höchsten Tönen von Mönchengladbach schwärmt. Bei der Pressekonferenz am Mittwoch, 17. September äußerte sich der „Rock am Ring“-Macher laut „RP Online“ zu der Frage, ob das Traditionsfestival 2015 am Rhein stattfinden wird.

Obschon sich der Konzertveranstalter vor Lob kaum zurückhalten kann, werde es 2015 kein „Rock am Ring“ in Mönchengladbach geben. Das sei, so Lieberberg, im „Hau-Ruck-Verfahren“ einfach nicht machbar. Schuld sei die Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben), die den Vorvertrag kündigte. Stattdessen soll im August 2015 ein dreitägiges Open-Air-Festival auf dem Gelände JHQ steigen. Lieberberg ist sich sicher: „Der Westen lechzt nach einem Festival“.

Das neue Festival, das ebenso groß und attraktiv werden soll wie Rock am Ring, könnte mit zwei Open-Air-Bühnen und einer im Zelt aufwarten. Platz wäre für 30.000 Camper, die Verhandlungen liefen gerade, so die Veranstalter. Man strebe keine Wacken-Kopie an, auch elektronische Musik sei vorstellbar.

Nach eigener Aussage plant Lieberberg in Gladbach für fünf Jahre: „Ein Festival muss sich entwickeln“. Stadt und Veranstalter stehen in Verhandlungen mit der Bima, die über die Vermietung des JHQ-Geländes an die Stadt Mönchengladbach und den daraus resultierenden angestrebten Vertrag mit Marek Lieberberg entscheidet.

Lieberberg übergab den Verantwortlichen einen Bauantrag, am 1. Oktober soll das neue Festival auf dem JHQ-Gelände Thema im Stadtrat werden. Am morgigen Donnerstag, 18. September, ist eine Pressekonferenz in Mendig angekündigt. Dann wird sich offiziell entscheiden, ob „Rock am Ring“ ein neues Zuhause in Rheinland-Pfalz gefunden hat.

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