Dieter Meier


Dem Osterhasen sei Dank. Die singende Yello-Hälfte wühlte sich an dem verlängerten Wochenende durch den Berg neuer Produktionen. Mit der ihm eigenen Süffisanz verfolgte er das Treiben der internationalen Konkurrenz, kam dabei aber nur sporadisch auf seine Kosten. Viel Schatten im frühlingshaften Licht entdeckte der Gast aus der Schweiz.

Neville Brothers: „Die immer noch sehr musikalische, lebende Legende haut mich auf ihrem Weg durch den schwarzen Kräutergarten nicht unbedingt aus den Socken.“ (3) Joe Jackson: „Boogie Woogie am Intellektuellen-Grab.“ (2)

The Cure: „Cure-treu, bombastisch, sentimental, klagend – ab dafür.“ (5) Ringsgwandl: „Liebenswürdiges deutsches Kabarett für die frühen 90er Jahre.“ (4) Texas: „Zeit- und geistloser Holzhacker-Rock.“ (1)

The Pixies: „The most beautifull New Rock.“ (4)

Michel van Dyke: „Mal filigran, mal zugeschmierte Musik zu einer guten Stimme.“ (3)

Tom Petty: „Perfekt für die ,Hall Of Fame‘ in Madame Tussauts Wachsfiguren-Kabinett.“ (1)

George Clinton: „Angepaßt funky.“ (2)

Alphaville: „Home-Run für Alphaville. Eine sichere Nummer eins. Best of Pop Music.“ (5)

Robyn Hitchcock: „Strawberry Fields Forever. Angenehm.“ (3)

The Cult: „Das glauben die sich doch nicht mal selber.“ (1)

The Triffids: „Ein elektrischer Cowboy ertrinkt im Sonnenaufgang. Zugekleisterte Highway-Romantik aus der Hot-Dog Garage.“ (2)

The Strangemen: „(Zitat aus:) ,Arschloch‘: ,And everything you say sounds like another lie/get outa here and find another place for you to hide. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.“ (5)