Dr. Motte arbeitet an einer Neuauflage der Loveparade in Berlin

Dr. Motte will eine Neuauflage der Loveparade nach Berlin holen. So verkündete der Berliner DJ am 13. Januar 2020 bei einer Pressekonferenz in der „Mall of Berlin“, er arbeite aktuell an der Organisation einer Veranstaltung, die sich am Vorbild des beliebten Techno-Umzugs orientiere und per Fundraising finanziert werden solle.

Nachdem sich die Firma Lopavent 2006 die Rechte an dem Namen „Loveparade“ sichern konnte, ist jedoch damit zu rechnen, dass das von Dr. Motte geplante Event einen anderen Namen als sein Vorreiter tragen wird.

Die Loveparade startete 1989 zunächst als kleiner, politisch motivierter Straßenumzug der West-Berliner Technomusikszene, entwickelte sich jedoch im Laufe der Jahre zu einem auch von internationalen Gästen besuchten Massenspektakel. Das Event fand von 1989 bis 2006 in Berlin und von 2007 bis 2010 an wechselnden Orten im Ruhrgebiet statt.

Nach einer tödlichen Massenpanik in Duisburg 2010 war die Veranstaltungsreihe schließlich fürs Erste eingestellt worden. Seit 2015 findet mit dem „Zug der Liebe“ jedoch einmal jährlich ein ähnlicher Umzug statt. Dieser sieht sich als „Protest für mehr Mitgefühl, mehr Nächstenliebe und soziales Engagement“ und bringt jedes Jahr zwischen 10.000 und 50.000 Menschen zusammen.

Bereits 2019 gründete Dr. Motte, der mit bürgerlichem Namen Matthias Roeingh heißt, das „Fundraving“-Projekt „Rave The Planet“, das eigenen Angaben zufolge für „Völkerverständigung, Vielfalt, Offenheit und Respekt“ steht. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern hat es sich Roeingh zum Ziel gesetzt, „die Kunst sowie die Kultur der elektronischen Tanzmusik in jeglicher Form zu erhalten, pflegen, schützen, fördern und weiterzuentwickeln“. Konkret heißt das: die Aufnahme der Berliner Clubkultur in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO.


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