Gefeuerter „Guardians of the Galaxy“-Regisseur: Fans wollen James Gunn zurück

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Zwar sind die Tweets von Regisseur James Gunn, 51, schon Jahre her, doch als geschmacklos muss man sie immer wieder einordnen: Gunn machte sich auf Twitter über Vergewaltigung, Pädophilie und sexuelle Übergriffe lustig, schrieb kurze Gags zu diesen Themen. Als der Regisseur nun von einigen Usern 10 Jahre später mit seinen Ausfällen öffentlichkeitswirksam konfrontiert wurde, zog sein aktueller Arbeitgeber die Reißleine: James Gunn wurde am Freitag gefeuert.

Gunn ist als Regisseur Teil des Marvel Cinematic Universe. Mit seine Filmen „Guardians of the Galaxy“ (2014) und dem Nachfolger (2017) trug er maßgeblich zum Erfolg der gesamten Filmreihe bei, aktuell arbeitet er an der Vorproduktion und dem Drehbuch zum Finale der Weltraum-Trilogie. Doch aus seinem dritten Film für Marvel und Disney wird nichts, Gunn wird nicht mehr auf dem Regiestuhl sitzen.

Chris Pratt zitiert die Bibel

Via Statement und Twitter akzeptierte Gunn die Entscheidung des Studios auf Twitter. Er betont allerdings auch, dass er sich als Person weiterentwickelt habe und selbst mit Missfallen auf einige seiner damaligen Sprüche zurückblickt, verleugnen will er seine Vergangenheit nicht. Nach der Auflösung des Vertrags für „Guardians of the Galaxy Vol. 3“, der 2020 ins Kino kommen soll, sprang einer der Darsteller der Reihe Gunn zur Seite. Dave Bautista, der in den Filmen von Gunn und zuletzt in „Avengers: Infinity War“ Drax spielt, ist laut einem Tweet „NOT OKAY“ mit der Entscheidung des Studios. Michael Rooker, ebenfalls Teil des Ensembles, nannte die Ereignisse der letzten Tagen „Bullshit“ und verabschiedete sich von Twitter, während Gunns Hauptdarsteller Chris Pratt (derzeit auch in „Jurassic World 2“ zu sehen) die Bibel zitierte und zu guter Kommunikation und wenig Wut auf allen Seiten riet.

Bisher setzen sich auch schon knapp 170.000 Fans des Regisseurs und seiner Filme für ihn ein. Via Petition fordern sie Disney dazu auf, James Gunn wieder zu engagieren. Die Petition beginnt allerdings auch mit der Einsicht, dass sie wenig Erfolg haben wird. Laut dem Change.org-Nutzer, der sie erstellt hat, soll die Unterstützung der breiten Fanbase allerdings dafür sorgen, dass zukünfig Regisseure fester im Sattel sitzen, sollten bei ihnen ähnliche verbale Ausfälle aus der Vergangenheit auftauchen.


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