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Facebook will hunderte Millionen Dollar zahlen, damit Ihr Videos hochladen könnt

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Facebook setzt seit einigen Monaten verstärkt Hoffnung in Videoinhalte. Das soziale Netzwerk ermuntert seine Nutzer eigene Videos zu erstellen und hochzuladen. Das Problem: Wenn in diesen Videos für eine kurze Sequenz Musik gespielt wird – und sei es nur das Radio im Hintergrund – wird gegen das Urhebergesetz verstoßen. Es ist nicht erlaubt, Musik auch nur beiläufig im Clip zu integrieren und hochzuladen, solange keine Genehmigung des Rechteinhabers vorliegt. Und da die Nummer von Madonna nicht immer griffbereit ist, entfernt Facebook momentan solche Videos.

Von YouTube lernen

Ein Dilemma, mit dem YouTube schon viel länger zu kämpfen hat und mit aufwendigen Lösungen aufwartet. Mittlerweile erkennt das Portal geschütztes Tonmaterial automatisch und beteiligt Rechteinhaber an den Werbeeinnahmen. Ein ähnliches System möchte nun auch Facebook einführen. Allerdings rechnet das soziale Netzwerk damit, dass es noch bis zu zwei Jahre dauern wird, bis ein derartiges System eingeführt werden kann. Eine vorzeitige Lösung wollen Mark Zuckerberg und die Musikindustrie aber vorher schon treffen, um Streitigkeiten zu verhindern: Facebook greift tief in die Tasche und will jetzt mehrere hundert Millionen Dollar in die Hand nehmen, damit diese Urheberrechtsprobleme vom Tisch sind. Diese Pauschale soll es ermöglichen, dass Facebook-Nutzer sorglos ihre eigenen Videos mit Musik hochladen können ohne gelöscht zu werden. Und nicht nur private Nutzer profitieren, sondern auch die Werbebranche erhofft sich höhere Einnahmen durch Werbevideos.

Auf Schnäppchen-Jagd

Das Geschäft mit Facebook ist clever, denn die Musikindustrie kann nicht verhindern, dass Nutzer Videos mit Musik hochladen, sie finden statt – mit oder ohne Deal. Auf der anderen Seite spart Facebook Ressourcen, weil es nicht alle entsprechenden Videos ausfindig machen muss. Das ist ihnen immerhin einen wohl dreistelligen Millionen-Dollar-Betrag wert. Ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass Facebook durch den Ausbau von Videoinhalten eine Menge zusätzlicher Gelder durch Videowerbung, Verweildauer, genaueren Nutzerprofilen und so weiter in Höhe von mehreren Milliarden Dollar einnehmen dürfte.


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