Mobbing in der Kindheit: Auf Facebook erklärt Julia Neigel, wie sie zu ihrem Namen „Jule“ kam

In einer auf Facebook geposteten Notiz hat Musikerin Julia Neigel ausführlich geschildert, wie sie zu ihrem Rufnamen „Jule“ kam. Wäre dies lediglich der Spitzname gewesen, den ihr einst ihre Mutter gab, wäre Neigels Geschichte nichts weiter als eine Anekdote für ihre Fans. „Jule“ aber wurde die 1966 in der damaligen Sowjetunion geborene Russlanddeutsche, die 1971 mit ihrer Familie nach Ludwigshafen zog, erstmals von einem ehemaligen Mitschüler genannt, den sie heute „Sadistenjunge aus der Grundschule“ nennt. Der Junge, dessen Identität sie sogar indirekt öffentlich macht, habe ihr mit seinen Freunden regelmäßig auf dem Schul-Rückweg aufgelauert, sie beleidigt und ihr Gewalt zugefügt beziehungsweise zufügen lassen. Dessen Eltern und die Schule hätten nichts dagegen unternommen, so Neigel. Ihr Leid habe erst aufgehört, nachdem sie sich wehren konnte und dies auch tat – obwohl es nicht in ihrer Natur läge.

Julia Neigels bedrückende Geschichte darüber, wie sie als Kind zu ihrem Rufnamen Jule kam und wie er sich in ihr Leben schlich, ist eine Geschichte über Mobbing, Gewalt, Rassismus, Machtmissbrauch, Wohlstand, schulische Verantwortung, Einwanderung, Ungerechtigkeit, Selbstermächtigung und Zivilcourage. Lest hier in voller Länge, welche Missstände Neigel in Deutschland und der Gesellschaft, ausgehend von ihrer Erinnerung, ausmacht:

Julia Neigel brachte mit ihrer Jule Neigel Band zwischen 1988 und 1998 sechs Alben heraus. Unter dem Namen Julia Neigel folgten bisher ein Live- und ein Studioalbum. Ihr kommerziell erfolgreichstes Album HERZLICH WILLKOMMEN erschien 1994. Kurz vor dem Mauerfall tourte Neigel mit Purple Schulz, Ulla Meinecke und Heinz-Rudolf Kunze durch die damalige DDR. Damals zierte sie sogar ein Titelbild des Musikexpress.

Neigel engagiert sich für die Stärkung des Urheberrechts, war unter anderem ehrenamtliches stellvertretendes Aufsichtsratsmitglied der GEMA.

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